Politik verstehen & Entscheidungen treffen
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Jugend & Politik - wie du mitreden & mitbestimmen kannst

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 Politik geht uns alle an – auch dich! Schon kleine Aktionen können etwas verändern.
Politik klingt oft kompliziert – dabei betrifft sie deinen Alltag ständig: Öffis, Schule, Umwelt, Freizeitangebote, Regeln im Internet. Viele Entscheidungen werden von Erwachsenen getroffen, aber junge Menschen haben wichtige Erfahrungen und Ideen. Auch für Jugendliche gibt es viele Wege, sich politisch einzubringen – ganz ohne Parteimitgliedschaft. Hier erfährst du, wie du online und offline mitreden kannst, welche Jugendbewegungen es gibt und worauf du auf Social Media achten solltest.


 Wie du politisch aktiv werden kannst – online & offline
Offline-Möglichkeiten:
Schüler:innenvertretung (SV): Du kannst in deiner Schule kandidieren oder unterstützen. Die SV bringt Anliegen wie Pausenhofgestaltung oder Schulregeln direkt zur Direktion.
Jugendzentren & Jugendgemeinderäte: Viele Städte und Gemeinden bieten Jugendbeiräte an, in denen junge Menschen über Projekte beraten oder mitentscheiden.
Workshops, Diskussionsrunden & Veranstaltungen: Jugendorganisationen laden zu Themenabenden oder Treffen ein – dort kannst du Fragen stellen und andere kennenlernen.

Online-Möglichkeiten:
Petitionen unterschreiben oder starten: Auf Plattformen wie mein.aufstehn.at oder openPetition kann man ganz leicht Veränderungen in Gang setzen.
Online-Umfragen oder Beteiligungsplattformen: Manche Städte oder Schulen nutzen Tools, bei denen Jugendliche digitale Vorschläge einreichen können.


 Bundesjugendvertretung & Jugendbewegungen
Die Bundesjugendvertretung (BJV) ist die gesetzliche Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen in Österreich. Sie spricht mit Politiker:innen, veröffentlicht Stellungnahmen und setzt sich für Themen wie Bildungsgerechtigkeit, Klimaschutz, Diversität oder Mitbestimmung ein.

Bekannte Jugendbewegungen zeigen, wie stark junge Stimmen sein können:
Fridays for Future:
Jugendliche demonstrieren weltweit für besseren Klimaschutz.
Black Lives Matter Youth, Queer Youth Groups oder Jugendrat-Initiativen: Sie setzen sich für soziale Gerechtigkeit, Vielfalt und Menschenrechte ein.
Solche Bewegungen beweisen: Wenn viele junge Menschen gemeinsam auftreten, kann gesellschaftlicher Druck entstehen – und Politik reagiert häufig darauf.


 Warum schon kleine Aktionen politisch sind
Politik beginnt nicht erst im Parlament. Wenn du...

  • Müll sammelst,
  • jemandem widersprichst, der etwas Ungerechtes sagt,
  • auf Neues aufmerksam machst,
  • oder in der Klassengruppe eine wichtige Frage stellst,

dann setzt du bereits ein Zeichen. Kleine Handlungen können Diskussionen auslösen – und aus Diskussionen können Veränderungen entstehen.


 Politisches Interesse vs. Meinung äußern vs. Engagement
Politisch aktiv zu sein kann ganz unterschiedlich aussehen. Ob du nur zuhörst, deine Meinung teilst oder aktiv mitgestaltest – alles zählt.

  • Politisches Interesse: Du informierst dich – z. B. über Nachrichten, Videos oder Gespräche.
  • Meinung äußern: Du sagst, was du denkst – in der Schule, zu Hause, online.
  • Engagement: Du tust aktiv etwas – z. B. Mitarbeit in der SV, Teilnahme an Aktionen, Unterstützung einer Jugendbewegung.
    Alle drei Stufen sind wichtig und wertvoll. Niemand muss sofort Aktivist:in werden.

Kurz gesagt: Du hast mehr Einfluss, als du denkst. Selbst kleine Aktionen oder Worte können viel bewirken und zu großen Veränderungen beitragen.

Stand: Dezember 2025

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