Du hast wahrscheinlich schon vom Gender Pay Gap gehört. Dieser Begriff bezeichnet den durchschnittlichen Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen und beträgt in Österreich etwas mehr als 18 %. Betrachten wir jedoch den Gender Pension Gap, dann reden wir von einer Lücke von rund 40 %!
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In €€€ ausgedrückt heißt das im Jahr 2024:
Du fragst dich, wie Pensionistinnen mit so wenig Geld auskommen?
Die Antwort: Leider oft gar nicht. Denn die aktuelle Frauenpension liegt unter der Armutsgefährdungsschwelle. Knapp die Hälfte der alleinlebenden Pensionistinnen lebt in Armut. Das bedeutet, dass sie nicht genug Pension haben, um sich selbst ein angemessenes Leben zu finanzieren oder an gesellschaftlichen Aktivitäten teilzunehmen. Die Folgewirkungen davon sind ein schlechterer Gesundheitszustand und weniger Lebensqualität.
Wir können also festhalten: Altersarmut ist weiblich.
„Frauen arbeiten viel, ein großer Teil dieser Arbeit ist aber unbezahlt. Weil das Pensionssystem an bezahlter Arbeit ausgerichtet ist, droht im Alter Armut.“
Das Problem: Unser Pensionssystem betrachtet hauptsächlich das Erwerbsleben, also jene Zeit, in der wir beruflich tätig sind und bezahlt werden. Über das ganze Leben hinweg ist diese Zeit bei Frauen aber wesentlich kürzer als bei Männern, da Frauen wegen der Kinderbetreuung eine Zeit lang aus dem Beruf ausscheiden und danach oft mit weniger Stunden zurückkehren. Mit einem Vollzeit-Job lässt sich der Familienalltag oft nicht vereinbaren. Oder wie eine Expertin der Arbeiterkammer es ausdrückt:
„Unsere Gesellschaft funktioniert nur, weil Frauen ständig unbezahlt zugreifen, wo sich Männer drücken: bei der Hausarbeit, bei der Betreuung unserer Alten und beim Aufziehen der Kinder. 64 Prozent der gesamten Arbeitszeit von Frauen ist unbezahlt.“
Diese unbezahlte Arbeit ist bei der Berechnung der Pension beinahe wertlos. Denn neben wenigen Ausnahmen fließt in die Pension nur mit ein, wie viel man in seinem Berufsleben verdient hat. Je höher der Verdienst, desto höher die Pension.
Stand: Dezember 2024
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