Konflikte

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Konflikt oder Mobbing?

Diese Unterscheidung ist extrem wichtig, weil davon die Bearbeitung und die möglichen Lösungswege abhängen.

Beteiligte Personen

In einem Konflikt spricht man von

Das können zwei oder mehr Konfliktparteien sein. Grundsätzlich sind diese auch ungefähr gleich stark: keine der Konfliktparteien ist der/den anderen extrem unterlegen.

Im Falle von Mobbing verwendet man andere Begriffe. Eine oder mehrere Täterpersonen machen ein OpferIn Fachkreisen wird diskutiert, ob der Begriff “Opfer” geeignet ist, oder man besser “Betroffene*r” sagen sollte. Wesentlich ist, dass es zwischen Täterpersonen und Opfer bzw. betroffener Person ein massives Kräfteungleichgewicht gibt. Das heißt, die Täterperson ist dem Opfer bzw. der betroffenen Person in irgendeiner Weise stark überlegen. Dabei muss es sich nicht unbedingt um Muskelkraft handeln, die Täterperson kann auch verbal stärker sein und den/die andere*n mit Worten fertigmachen. fertig.

Um was geht es?

In Konflikten geht es um ein

die eine Konfliktpartei will die andere Konfliktpartei von etwas überzeugen

oder einen

die eine Konfliktpartei will der anderen Konfliktpartei etwas wegnehmen

Konflikte werden auch als ein Aufeinanderprallen von widersprüchlichen PositionenZum Beispiel: Ein Mädchen möchte zur Freundin gehen und bis um 20 Uhr bleiben. Der Vater will, dass sie bereits um 18 Uhr nachhause kommt. Die Tochter besteht auf 20 Uhr, der Vater fordert 18 Uhr. Du kannst dir sicher vorstellen, dass die zwei zu streiten beginnen. Man kann auch sagen: die Position der Tochter (20 Uhr) prallt auf die Position des Vaters (18 Uhr). Da die Positionen sich verfestigt haben und starr sind, führen sie zum Konflikt. beschrieben.

Je nachdem, welche “Mittel” die daran Beteiligten einsetzen, um ihre Position durchzusetzen, kommt es dabei auch zu Gewalt.
Hinter diesen oft sehr heftig verteidigten und gewaltsam durchgesetzten Positionen stehen jedoch

Es könnte z.B. sein, dass die Tochter bei ihrer Freundin eine Soap anschauen möchte, die bis kurz vor 20 Uhr dauert. Der Vater hingegen macht sich Sorgen, dass es um diese Uhrzeit bereits dunkel ist und will deswegen, dass seine Tochter schon um 18 Uhr nachhause kommt.

Im Mobbing geht es um einen inneren Konflikt der Täterperson,die Täterperson ist sich selbst nicht ganz klar, welche Rolle sie in jener Gruppe spielt, zu der sie gerne dazugehören möchte. Zum Beispiel: wird sie von den anderen aus der Clique so cool gefunden, wie sie es gerne wäre? Hat sie die Macht in der Gruppe, die sie gerne hätte? … Die Täterperson hadert also mit der eigenen Stellung in der Gruppe. Leider führt das bei ihr zu der falschen Annahme, dass sie selbst besser dasteht, wenn sie eine schwächere Person schlechter macht.

mit dem das Opfer / die betroffene Person grundsätzlich nichts zu tun hat und auch nichts darüber weiß. Mobbing ist jedenfalls eine ganz massive Form von Gewalt. Egal, ob die Opferperson durch psychische oder physische Gewalt fertig gemacht wird, Mobbing ist Gewalt.

Mehr zum Thema Mobbing findest du hier.

Unterschiede in der Bearbeitung?

Die optimale Konfliktlösung besteht darin, hinter den aufeinanderprallenden Positionen die Interessen zu entdecken und einen sogenannten Interessensausgleichin unserem Beispiel könnte so ein Interessensausgleich oder Kompromiss sein: die Tochter wird abgeholt oder heimgebracht, die Soap wird auf Video aufgezeichnet, sie übernachtet bei der Freundin, … herbei zu führen.

In einem Konflikt steckt also auch die Chance, neue Möglichkeiten zu entdecken, die für alle Beteiligten ok sind.

Im Falle von Mobbing geht es in erster Linie darum,

der Opferschutz kann ganz verschiedene Formen haben. Ziel ist es, das Opfer bzw. die betroffene Person vor weiteren Angriffen durch die Täterperson zu schützen (z.B. diese Person muss nicht mehr alleine nachhause gehen, sondern wird von Freund*innen begleitet oder in der Pause achtet eine Lehrperson darauf, dass niemand diese Person angreift oder sie in versteckte Winkel des Hofes abdrängt und dort fertigmacht, …). Opferschutz kann aber auch bedeuten, einen Notfallsplan auszuarbeiten. In diesem soll enthalten sein, an wen sich das Opfer wenden kann, wenn es wieder angegriffen wird.

In weiterer Folge soll es zu einer Wiedergutmachung kommen.

Im Fall von Mobbing kann ein Kompromiss keine Lösung sein, das gemeine Verhalten der Täterperson hat unbedingt zu stoppen. Wiedergutmachung ist jedoch viel, viel schwieriger und muss wahrscheinlich mehr sein, als eine Entschuldigung.

Einen Sachschaden kann man wieder gut machen, indem man die Sache erneuert oder repariert. Aber wie funktioniert Wiedergutmachung, wenn ein Mensch psychisch fertig gemacht wurde und seine Seele verletzt ist? Genau das macht Mobbing zu einer derart schlimmen und folgenschweren Form von Gewalt.

Kann man vorbeugen?

Ein Leben ganz ohne Konflikte ist nicht denkbar und vielleicht nicht einmal erstrebenswert. Konflikte sind nicht von vornherein etwas Schlechtes. Die Lösung eines Konfliktes kann neue Möglichkeiten aufzeigen, auf die man sonst vielleicht nicht gestoßen wäre. Um Menschen dabei zu unterstützen, Konflikte nicht eskalieren zu lassen, sondern zu entschärfen und bestenfalls auch zu lösen, kann man schon bei kleinen Kindern die

Unter Konfliktkompetenzen versteht man: Umgang mit den eigenen und fremden Emotionen (Gefühlen) / Erkennen und Formulieren von eigenen und fremden Interessen / nicht provozierende Körpersprache / faires Streitverhalten /...

Leider wird es auch nicht möglich sein, eine Welt ganz ohne Mobbing zu schaffen. Da wo Menschen miteinander leben / arbeiten / zusammen sind, wird es immer wieder zu gruppendynamischen Prozessen wie Mobbing kommen. Ziel kann aber sein, Mobbing frühzeitig zu erkennen, es gar nie so schlimm werden zu lassen und möglichst viele Menschen dazu zu bringen, einzuschreiten, wenn sie so etwas beobachten, also ihre

Unter Sozialkompetenzen versteht man: Eigene und fremde Grenzen wahrnehmen und respektieren / Rücksicht und Respekt in Bezug auf andere Gruppenmitglieder /...

 

Stand November 2020

Patronat
Quelle/n
Gugel, G. (2008). Handbuch Gewaltprävention I, Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V. / Gugel, G. (2010). Handbuch Gewaltprävention II, Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.
Autor/-in
Heidi Bassin
Elisabeth Zurl-Zotter

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