Hilfsbereitschaft & Zivilcourage

Inhalt

Freundschaft und Gewalt

Einer Freundin oder einem Freund zu helfen ist eine großartige Sache. Wenn die Hilfe auch noch ankommt und wirkt, ist das ein schönes Gefühl. Probleme mit Gewalt sind aber eine ganz schön ernste Sache.

Wichtig ist dabei, dass du dich als Helferin oder als Helfer nicht selbst vergisst. Denn für eins bist nur du allein verantwortlich: Für dein eigenes Wohlbefinden! Wenn eine Freundin oder ein Freund von dir zum Opfer einer Gewalttat geworden ist (oder selbst zum*r Täter*in wird), hast du es mit einem ernstzunehmenden Problem zu tun. Mit einem Problem, das auch für Profis nicht einfach zu lösen ist. Respekt, wenn du zu deinen Freunden*innen stehst - und auch in derart schwierigen Situationen hilfst.

Hier ein paar Tipps:

Damit wäre dann niemandem geholfen. Helfen ist gut, aber nicht um jeden Preis. Dein eigenes Wohlbefinden solltest du nie aus den Augen verlieren, denn nur wenn es dir gut geht, kannst du auch anderen helfen.

  • (Fachliche) Unterstützung von Expert*innen finden
    Um deinen Freund*innen zu helfen, brauchst du selbst fachliche Unterstützung.

Auf feel-ok findest du viele Informationen zum Thema. Gewalt ist jedoch ein schwieriges, komplexes Problem, das manchmal individuelle Lösungen erfordert. Fachliche Unterstützung bekommst du z.B. in einer Jugendberatung (link zu Hilfe bekommen - Beratungsstellen) oder bei „Rat auf Draht" (Telefonnummer: 147): Erfahrene Personen können mit dir zusammen dein Problem beurteilen, und mit dir sinnvolle Handlungsmöglichkeiten für dich und deine Freund*innen diskutieren.

  • Nicht schweigen!
    Falls du konkret über Gewalttaten einer Freundin oder eines Freundes Bescheid weißt, machst du dich mitschuldig, wenn du darüber schweigst. Wenn du aber nicht schweigst, fühlst du dich vielleicht schuldig und mies. Das ist eine äußerst belastende und unangenehme Situation. Auch in diesem Fall gilt: Hole dir Unterstützung bei den oben genannten Adressen - sowohl zu deinem Schutz als auch um deinem*r Freund*in zu helfen.
  • Den Ausgleich suchen
    Wenn du jemandem aus deinem Freundeskreis in einer schwierigen Situation helfen willst, brauchst du Kraft: Und diese Kraft kannst du nur haben, wenn es dir selbst einigermaßen gut geht.

Beschäftige dich, während du hilfst, auch noch mit Dingen, die dir Freude bereiten. Teil dir deine Zeit gut ein. Lege Zeiten fest, in denen du für deine*n Freund*in und ihre/seine Probleme da bist – lege aber auch Zeiten fest, in denen du Dinge tust, die du selbst gerne hast. Am Ende kannst du deinen Freund*innen zwar bei der Lösung ihrer Schwierigkeiten beistehen, den eigentlichen Schritt aus den Problemen raus, können aber nur sie selbst tun. Alle müssen die Verantwortung für ihre Handlungen im Leben selbst tragen. Deshalb bist auch du vor allem für eins selbst verantwortlich: Dafür, dass es dir gut geht!

Patronat
Quelle/n
ZARA - Zivilcourage & Anti-Rassismus-Arbeit. (2020). Rassismus-Report 2019. / ETC Graz. (o.J.). Folder: Anleitung zur Zivilcourage
Autor/-in
Heidi Bassin
Elisabeth Zurl-Zotter

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