Hilfsbereitschaft & Zivilcourage

Inhalt

Der Angriff ist vorbei: Was nun?

Ihr musstet einen Gewaltangriff über euch ergehen lassen: Ein*e Freund*in von dir wurde verprügelt. Endlich ist es vorbei.

Möglicherweise wurde deine Begleitperson verletzt. Du kämpfst um deine Fassung, der Schock sitzt immer noch tief in deinen Knochen – wahrscheinlich zitterst du und hast Mühe, einen klaren Gedanken zu fassen. Was nun? Versuche zuerst, dich selbst wieder halbwegs in den Griff zu bekommen.

Atme einige Male tief durch, bis in den Bauch hinein, am besten durch die Nase, weil sich der Atemstrom so besser kontrollieren lässt. Zähle innerlich langsam bis zehn und versuche dabei deine Schultermuskeln und deinen Kiefer zu entspannen.

Panik!

Wenn man angegriffen wird oder sich in einer bedrohlichen Situation befindet, gerät man leicht in Panik. Der Körper reagiert mit rasendem Puls und Herzschlag, die Atmung wird schnell und flach, die Angst wird zu einem übermächtigen Gefühl. Es wird schwierig, vernünftig zu denken, du willst nur noch fliehen. Je schneller und flacher du atmest, desto übermächtiger wird die Panik, desto schneller rast der Puls. Die richtige Atmung Atme so tief wie möglich und möglichst durch die Nase und nicht durch den Mund. Du solltest das mal in aller Ruhe zuhause ausprobieren: Versuche, so langsam und tief wie möglich zu atmen und den Luftstrom dabei in den Bauch zu lenken, etwas unterhalb des Bauchnabels. Du wirst feststellen, dass du immer ruhiger wirst. Probiere als nächstes, deinen Kiefer und deine Schultermuskulatur zu entspannen. Wenn du öfter mal solche Übungen machst, fällt es dir auch leichter, dich in stressigen Situationen zu beruhigen. Diese Technik hilft dir nicht nur, wenn du angegriffen wirst, sondern auch bei Prüfungen, Vorträgen, Vorstellungsterminen usw. kann dir helfen, dich für eine gewisse Zeit im Griff zu haben. Wer Panik erlebt, fühlt sich hilflos und den äußeren Ereignissen ausgeliefert. Dies kann Spuren in der Psyche hinterlassen, wie andauernde Ängste, Depression und Schlafstörungen. Mehr unter Psychologische Hilfe (siehe weiter unten).

Kümmere dich um die angegriffene Person

Geh zu ihr hin und sprich sie an.

… solltest du oder eine andere Person sofort die Rettung rufen (Notrufnummer 144): Sag der Person am Telefon, wo ihr seid und schildere kurz den Zustand der angegriffenen Person. Falls du selbst angerempelt oder geschlagen wurdest und später Schmerzen hast, zögere auch nicht, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn du noch keinen Erste-Hilfe-Kurs besucht hast, empfehlen wir es zu tun: So lernst du, wie du in Notsituationen erste Hilfe leisten kannst.

Sofort die Polizei 133 rufen

Nun sagst du entweder der Person, die bei der Rettung Notrufnummer 144 abgehoben hat, dass sie bitte sofort auch die Polizei vorbeischicken soll - oder du rufst gleich selbst die Polizei an (Notrufnummer 133).

… sprich Passant*innen klar und deutlich an - fordere diese Personen dazu auf, die Notrufnummer 133 zu wählen. Sag der Person am Telefon, wo du bist, und schildere kurz, was passiert ist. Man wird sofort einen Einsatzwagen schicken.

Psychologische Hilfe

Manchmal folgt auf ein Schockerlebnis ein sogenanntes

Du fühlst dich unwohl, hast vielleicht Angst davor, auf die Straße zu gehen, kannst möglicherweise nicht mehr schlafen, fühlst eine mächtige Wut auf die Täter*innen.

Solche Folgen sind nach einem Angriff normal. Fachpersonen können dir in einer derartigen Situation helfen: Dein*e Hausärzt*in, die Polizei, aber auch die Opferberatung „Weißer Ring" (Opfer-Notruf 0800 112 112) können dir helfen.

Diese Fachpersonen haben Schweigepflicht: Wenn du es möchtest, auch deinen Eltern gegenüber.

Keine Rachepläne schmieden

Du darfst keine Rachepläne schmieden oder versuchen, dich real an den Täter*innen zu rächen, denn das nennt man Selbstjustiz - und dafür sind hohe Strafen vorgesehen. Aber Hass- und Rachegefühle auf die Täter*innen sind normal und verständlich. Die Bestrafung der Täter*innen ist jedoch Sache der staatlichen Behörden.

Patronat
Quelle/n
ZARA - Zivilcourage & Anti-Rassismus-Arbeit. (2020). Rassismus-Report 2019. / ETC Graz. (o.J.). Folder: Anleitung zur Zivilcourage
Autor/-in
Heidi Bassin
Elisabeth Zurl-Zotter

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