Ohne Gewalt leben

Inhalt

Gewalt in der Erziehung

Für viele Jugendliche sind ihre Eltern, Betreuer*innen und Lehrer*innen wichtige positive Bezugspersonen. Bezugspersonen begleiten, unterstützen, fördern, korrigieren und erziehen: So lernen Kinder und Jugendliche mit den zahlreichen Aufgaben des Lebens umzugehen.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Welche? Und was passiert dann?

Leider gibt es Eltern, Betreuer*innen und Lehrer*innen, die sich anders verhalten, als es von ihnen erwartet wird.

  • mit unmöglich hohen Erwartungen konfrontiert.
  • ständig abgewertet (als unfähig und nutzlos).
  • vernachlässigt (keine Geborgenheit, keine Wärme, keine Liebe, vielleicht auch mangelnde Hygiene und verwahrloste Kleidung, keine medizinische Betreuung, kein Schutz vor Gefahren).
  • hart bestraft, auch mit Körperstrafen (Schläge, Tritte…) oder
  • sexuell belästigt.

Tipps

Wenn dir solche Situationen vertraut sind, zögere also nicht, dir Hilfe zu suchen. Du kannst dich auch mit einem*r Freund*in besprechen und gemeinsam könnt ihr “Rat auf Draht” unter der Telefonnummer 147 anrufen. Dort wird dir zugehört und du wirst ernst genommen.

Du kannst dich auch an eine dir vertraute Person wenden (Vertrauenslehrer*in, Schulsozialarbeiter*in, usw.).

Oder du wendest dich an eine Beratungsstelle, die es in ganz Österreich gibt: Gewaltschutzzentrum, Kinder- und Jugendanwaltschaft.

“Aber es sind ja meine Eltern...”

Ja, wir sprechen vielleicht von deinen Eltern oder von einer Person, die dich eigentlich unterstützten sollte. Es ist natürlich eine heikle Sache, wenn man über Probleme reden muss, die man mit den eigenen Eltern hat. Vielleicht erlebst du Loyalitätskonflikte, ja sogar Schuldgefühle, wenn du das tust. Aber es ist dein gutes Recht, ohne Gewalt zu leben! Du hast das Recht darauf, dass deine Eltern dir dabei helfen. Und wenn sie es nicht tun, hast du das Recht darauf, dass andere Menschen dir helfen. Da kommen verschiedene Beratungsstellen in Frage.

Es ist natürlich schwierig, sich vorzustellen, etwas gegen die eigenen Eltern zu tun, aber davor sind noch

Zuerst geht es darum, zu erfahren, ob das, was diese erwachsene Person macht, zur „normalen“ Erziehung gehört und falls nein, was das für dich und für deine Zukunft bedeutet. Manchmal tut es einfach gut, die eigene Situation mit anderen Augen zu sehen.

Patronat
Autor/-in
Elisabeth Zurl-Zotter
Heidi Bassin

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