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Das Recht auf Bildung und Ausbildung

Langweiliger Mathematikunterricht

Tobias (14), Lukas (14) und Katharina (14) hören dem Mathe-Lehrer Meier zu, der erklärt… erklärt… erklärt… was auch immer. Sie finden die Schulstunde sooo langweilig. Gerne würden sie das Onlinegame fortsetzen, denn das nächste Level ist nicht mehr weit entfernt. Sie würden gerne auch die WhatsApp-Nachrichten lesen, um nichts zu verpassen, wie z.B. die nächste geplante Party bei Marcel (15).

Endlich - nach viel Leiden, Schwitzen und Schmerzen - ist das Schuljahr doch vorbei… und bestanden!

Jahre später ist Tobias ein Informatiker geworden, der für Google arbeitet, Lukas arbeitet als Geoinformationstechniker in einer kleinen Firma und Katharina als Grafikerin in einem Designbüro. Sie haben ein schönes Leben, einen spannenden Job und verdienen genug, um ihre Interessen und Hobbies zu pflegen. Auch wegen so manchem, was sie vom mittlerweile pensionierten Mathe-Lehrer Meier gelernt haben.

Das Recht auf Bildung – in Österreich selbstverständlich

Sagar und Harpreet sind auch 14 Jahre jung und leben in einem kleinen armen Dorf in Kambodscha. Sie sind sehr neugierig und würden gerne die Schule besuchen, aber die ist viel zu weit entfernt und die Eltern brauchen Hilfe auf dem Reisfeld.

Sagar wäre gerne Arzt geworden, Harpreet Architektin. Daraus wird nichts. Sie werden ihr Leben auf dem Reisfeld verbringen.

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Was wäre wohl passiert, wenn Tobias, Lukas und Katharina nach Kambodscha geflogen wären und Sagar sowie Harpreet getroffen hätten? Wenn Sagar und Harpreet gewusst hätten, dass Jugendliche in Österreich die Schule gratis besuchen dürfen: Was hätten sie gedacht? Dass es Jugendliche gibt, die die Schule megalangweilig finden: Wie hätten sie reagiert?

Unterrichtspflicht und Ausbildungspflicht

In Österreich gibt es zusätzlich zur allgemeinen Unterrichtspflicht, die neun Jahre dauert, eine Ausbildungspflicht bis zum 18. Lebensjahr.

So bekommen alle Jugendlichen eine Chance, als Erwachsene einen guten Job zu finden.

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Auch wenn nicht jede Schulstunde spannend ist und dein/e Lehrer/in vielleicht nicht der beste Unterhalter oder die beste Unterhalterin ist, versuche auch die positiven Aspekte der Schule zu sehen: Das ist deine Chance für ein gutes Leben.

Weiter studieren, auch wenn das Geld nicht reicht

Es ist aber nicht so, dass alle jungen Menschen in Österreich ungern in die Schule gehen.

Zeynep (15), z.B., hat das Schuljahr mit sehr guten Noten bestanden und sie würde gerne das Gymnasium besuchen.

Ihre Eltern sind dagegen, weil die Kosten zu hoch sind und weil Zeynep eine Frau ist: «Sie wird sowieso irgendwann heiraten und braucht deswegen keine gute Ausbildung» - denken die Eltern.

Eine Schulsozialarbeiterin erfährt von Zeyneps Wunsch und sie führt ein Gespräch mit den Eltern. Die Schulsozialarbeiterin erklärt, dass Zeynep die gleichen Rechte wie ein Junge hat: Das Argument mit der Hochzeit gilt nicht. Und was das Geld betrifft, kann man ein Stipendium beantragen, um die Familie zu entlasten.

Das Recht auf Bildung besagt, dass alle Jugendlichen eine ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechende Ausbildung absolvieren dürfen, und das unabhängig vom Familienbudget. Förderungen und Beihilfen ermöglichen auch Jugendlichen aus ärmeren Familien eine Ausbildung, die ihren Fähigkeiten und Interessen entspricht.

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Neben der Pille und Kondomen existieren weitere Verhütungsmittel, die häufig verwendet werden

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Wer mit einem Joint erwischt wird, muss mit einer Anzeige und einer Strafe rechnen.