Deine Rechte

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Das Recht auf angemessene Pflege, Behandlung und Gesundheit

Es ist Samstagabend: Sam (17) - ein begeisterter Fußballspieler - steigt auf sein Hoverboard und flitzt zu seinem Lieblingstreffpunkt.

Mit seinen Freunden vergeht die Zeit schnell: Witze erzählen, Frauen nachschauen, Alkohol trinken, über Gott und die Welt philosophieren, einen Joint rauchen, ins Leere schauen und die aktuellen Instagram-Fotos checken.

Irgendwann ist es spät geworden, Zeit nach Hause zu fahren. Leicht betrunken fährt Sam mit seinem Hoverboard los. Das rote Stopplicht übersieht er. Dumm, dass gerade in diesem Moment - ganz unerwartet - ein Autofahrer die Kreuzung überquert.

Das Recht auf Behandlung, Information und Aufklärung

Sam (17) wacht im Spital auf. Das Pflegepersonal und die ÄrztInnen versuchen alles, um seine Beine zu retten. Es ist unsicher, ob er in der Lage sein wird, wieder zu laufen und Fußball zu spielen.

Seine Eltern sitzen neben ihm. Sie sind erleichtert, dass Sam noch lebt, machen sich aber auch große Sorgen, dass sein Leben ab jetzt nicht mehr so sein wird wie vorher.

Sam wird in einem Spital gepflegt, weil er ein Recht auf medizinische Versorgung hat und in einem reichen Land lebt. Leider können viele Kinder und Jugendliche auf der Welt von so guten Behandlungsmöglichkeiten nur träumen.

Sam hatte aber auch vor dem Unfall das Recht, von Erwachsenen informiert zu werden, was gut oder schlecht für ihn ist. Z.B. dass man nicht fahren soll, wenn man betrunken oder bekifft ist; dass man extrem aufpassen muss, wenn man in der Nacht fährt, weil die Sicht wegen der Dunkelheit eingeschränkt ist (man sieht weniger gut, man wird weniger gut gesehen); und dass man unbedingt einen Helm und eine weit sichtbare Warnweste tragen sollte.

Wenn man krank ist oder man einen Unfall hatte, hat man das Recht behandelt zu werden. Man hat aber auch das Recht, über die Behandlung aufgeklärt zu werden, und schon im Vorhinein darüber informiert zu werden, welche Gefahren es gibt, so dass man gar nicht erkrankt oder in einen Unfall verwickelt wird.

Aus diesem Grund gehen in Österreich Fachleute in Schulen und sprechen über Themen wie Sucht, Sport, Ernährung, Stress, Unfallprävention und mehr. Sie möchten Jugendliche motivieren, Dinge zu tun, die gut für ihr Leben sind und erklären, wie Risiken reduziert werden können.

Vom eigenen Recht profitieren

Vielleicht hat Sam ja an einer solchen Veranstaltung zur Unfallprävention teilgenommen und gedacht, dass das, was der/die Erwachsene da vorne erzählt, nichts mit ihm zu tun hat, weil ihm sowieso nie etwas passieren wird.

Letztendlich trägt jede Person die Konsequenzen für die eigenen Entscheidungen, diese Aussage trifft auch auf Jugendliche zu. Etwas, was auch Sam im Spitalsbett schmerzhaft lernen musste.

Hoffen wir nun, dass er eine zweite Chance bekommt, dass seine Beine gerettet werden und er seine Karriere als Fußballspieler doch fortsetzen kann.

Das Recht auf gesunde Ernährung

Heute gibt es bei der Familie von Aaron (12) Pizza zu essen, gestern Nudeln und Schwarzwäldertorte, vorgestern Reis und Hamburger, morgen ist Grill-Abend. Immer steht Cola auf dem Tisch. Alles schmeckt sehr lecker!

Obst und Gemüse sind praktisch nie auf dem Teller und Wasser muss auch niemand trinken. Das gefällt Aaron. Dass Aaron pummelig ist, das ist wohl genetisch bedingt, denkt er: Die ganze Familie bringt mehrere Kilos zu viel auf die Waage.

Wie würde Aaron reagieren, wenn seine Eltern entscheiden würden, die Ernährung der Familie mit mehr Obst und Gemüse zu ergänzen?

Nicht nur Aaron, sondern auch seine Geschwister würden auf die Barrikaden gehen. Ob die Eltern, die schon wegen der Arbeit auslastet sind, noch die Kraft hätten, gegen so viel Widerstand anzukämpfen?

Die Kinderrechte sollen Jugendliche schützen, um ihnen die bestmögliche Entwicklung zu ermöglichen. Zu viel Fett, Zucker und Salz schaden der Gesundheit. Übergewicht hat viele negative gesundheitliche Folgen, wie unreine Haut, Atemnot, Gelenksschmerzen und Rückenschmerzen.

Aaron hätte also eigentlich das Recht auf eine ausgewogene Ernährung, auch wenn er von Obst und Gemüse nicht begeistert ist. Es reicht aber nicht, dass die Eltern wissen, wie man ausgewogene Mahlzeiten zubereitet, sondern auch die Töchter und Söhne sollten ein bisschen Bereitschaft zeigen, etwas Neues zu probieren. Dieses Beispiel zeigt, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, im Alltag Kinderrechte umzusetzen.

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Patronat
Quelle/n
Revisor/-in
Anna Kaiser

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