Klima und Klimawandel

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Mensch und Klima

Quelle: pixabay

Den von Menschen verursachten Anteil am Klimawandel bezeichnet man auch als „anthropogenen“ Klimawandel.

Seit Anfang der 50er Jahre weiß man von der Erwärmung des Klimas durch die Industrialisierung in Großbritannien in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und dessen spätere Ausbreitung auf andere Länder. Die Erfindung der Dampfmaschine (1712 von Thomas Newcomen; Optimierung durch James Watt 1769) war ein wichtiger Auslöser dieser Entwicklung. 

Die Vorgeschichte

Die 1. Industrielle Revolution markiert den Beginn eines starken Anstiegs im Verbrauch fossiler Brennstoffe, wie Kohle, Öl oder Gas und infolgedessen auch einen starken Anstieg in der Emission insbesondere von fossilem Kohlendioxid (davor wurden regenerative Energiequellen, wie Holz, Kohle Torf, Tierdung, Wind- und Wasserkraft genutzt). Studien zeigen demnach, dass das Klima bereits damals auf den im Vergleich zu heute relativ geringen Anstieg der CO2-Emissionen reagierte.

Seit Anfang der 90er kennt man auch die kurzfristigen und langfristigen Auswirkungen. Anfangs noch lediglich wissenschaftlich beobachtet, hat die Erderwärmung heute besorgniserregende Ausmaße angenommen, die Politik und Weltbevölkerung buchstäblich in Atem hält. Während für den Großteil der anthropogenen Treibhausgasemissionen und die dadurch hervorgerufenen Klimaveränderungen die reichen Industrienationen verantwortlich sind, gelten die (ärmeren) Entwicklungs- und Schwellenländer als überproportional stark von den Folgen des Klimawandels betroffen.

...und heute?

Wir brauchen warme Räume im Winter und wollen Licht in der Nacht. Die Bereitstellung von Strom und Wärme in privaten und öffentlichen Gebäuden wird größtenteils aus fossilen, kohlenstoffhaltigen Energieträgern gewonnen.

Die Bereitstellung und Nutzung von Energie die wichtigsten Quellen anthropogener Treibhausgas-Emissionen.

Ob mit dem Pkw, der Bahn, mit Schiff oder Flugzeug – ist der Mensch unterwegs, verursacht das immer Emissionen. Auch der Gütertransport rund um die Welt belastet Luft und Klima.

Bei der Produktion von Gütern und Waren entstehen Treibhausgasemissionen und Luftschadstoffe. Daher gilt die Industrie als Ganzes nach der Energieindustrie als die zweitwichtigste Emissionsquelle.

Dämmstoffe, Feuerlöscher oder Schallschutzfenster: Sie alle verwenden oder setzen Gase frei, die Mensch und Klima schädigen. 

Wiederkäuende Rinder, Mist- und Güllelagerung sowie stark gedüngte Felder setzen die Gase Methan und Lachgas, aber auch Ammoniak frei. Die Landwirtschaft produziert die Grundlagen für unsere Lebensmittelproduktion, unter anderem sind das Getreide, Ölpflanzen (Sonnenblumen, Raps), Fleisch, Milch, Eier und auch die Futtermittel für die Tiere. In steigendem Umfang wird auch Biomasse für die Energieerzeugung angebaut.

Global ist die Landwirtschaft derzeit mit etwa 22 %, in der EU mit 9 % und in Österreich mit 8,8 % an den Treibhausgas-Emissionen beteiligt. Insbesondere der Tierhaltungssektor verursacht weltweit 18 % der Treibhausgas-Emissionen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie der EU zeigte jedoch, dass Österreich innerhalb der Mitgliedsstaaten der EU die geringsten Emissionen pro Kilogramm bei der Rindfleisch- und Milchproduktion aufweist. Zurückzuführen ist dies vor allem auf den hohen Selbstversorgungsgrad bei Futtermitteln und den hohen Grasanteil.

Ackerbau und Viehzucht sind in hohem Ausmaß für die Treibhausgasemissionen verantwortlich, denn der Boden spielt hier eine wichtige Rolle. Einerseits wirken sich Veränderungen im Klima stark auf den Boden aus, andererseits hat er selbst einen großen Einfluss auf das Klima.

Je weniger Müll auf Deponien verrottet und je weniger Abwasser anfällt, umso besser für das Klima. Müllmengen einzusparen bedeutet Wertstoffe recyceln, Hausmüll aufbereiten, Bioabfall kompostieren und immer mehr Siedlungsabfall energetisch nutzen.    

Auch Lebensmittel „verursachen“ CO2! Die Ernährung trägt entlang ihrer Wertschöpfungskette („vom Acker bis zu Teller“) erheblich zu den Treibhausgas-Emissionen bei. Nicht nur die einzelnen Lebensmittel beeinflussen das Klima, sondern auch die individuellen Ernährungsstile.

Im Bereich Ernährung entsteht etwa die Hälfte der Treibhausgas-Emissionen bei der Produktion (inkl. Verarbeitung und Handel) von Lebensmitteln, die andere Hälfte bei deren Lagerung, Einkauf und der Zubereitung. 

Du willst wissen, wie eine nachhaltige Ernährung aussieht? Hier erfährst du mehr darüber.

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