Klima und Klimawandel
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Umgang mit Klimaangst

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 Hast du schon einmal Angst vor der Zukunft gehabt? Wie fühlt sich das an?

Wenn man an die Zukunft denkt, kann man schöne Bilder im Kopf haben. Man kann sich etwa vorstellen, dass es einem gut geht, man einem großartigen Beruf nachgeht, in dem man macht, was man liebt, seine besten Freund:innen um sich hat und vielleicht sogar eine:n tolle:n Partner:in. 

Man kann sich aber auch Sorgen machen, dass es in Zukunft einem selbst, den Freund:innen oder sogar der ganzen Welt schlechter geht. So geht es auch Menschen, die Angst davor haben, dass der Klimawandel in Zukunft das Leben der Menschen auf der ganzen Erde und auch das eigene Leben bedroht. 

Der Klimawandel ist eine tatsächliche Bedrohung für Menschen auf der ganzen Erde. Wenn in den nächsten Jahrzehnten weltweit zu wenig getan wird, die Treibhausgasemissionen auf null zu bringen und somit den Klimawandel zu lösen, werden wir Menschen die starken Auswirkungen davon spüren. Zum Beispiel Extremwetterereignisse wie Überflutungen, langanhaltende Hitze oder Waldbrände. Deshalb ist die Sorge und die Angst, dass der Klimawandel das Leben schwieriger macht, berechtigt.

Allerdings kann es sein, dass man sich so viele Sorgen vor dem Klimawandel macht, dass es einem deshalb wirklich schlecht geht. Das ist nicht gut! Erstens weil es sowieso schlecht ist, wenn es jemanden schlecht geht. Zweitens weil es gesunde, motivierte und positive Menschen braucht, die sich für die Lösung des Klimawandels und eine bessere Welt einsetzen.  

Was ist Klimaangst?
Klimaangst ist die Reaktion unserer Psyche auf den Klimawandel und die Zerstörung der Natur. Sie zeigt sich durch Angst, Unsicherheit oder Traurigkeit wegen dem Klimawandel. Man kann sich etwa ohnmächtig fühlen, weil man denkt, dass das eigene Handeln nichts bringt. Sich schuldig fühlen, weil man denkt zu wenig zu unternehmen. Oder einfach erschöpft sein wegen der Angst.       
Mögliche Strategien mit Klimaangst umzugehen
  • Gemeinschaft suchen / Gefühlen Raum geben: mit Familie und Freund:innen über die Angst vor dem Klimawandel sprechen – gemeinsam findet man immer eine Lösung.
  • Aktiv werden: zum Beispiel in der Schule, im Freundeskreis, bei Vereinen oder NGOs gemeinsam aktiv werden. Dann fühlt man sich vielleicht sogar stolz, weil man etwas bewirken kann!
  • Kleine Schritte: Selbst kann man zwar einen kleinen Teil (der auch wichtig ist!) zur Lösung beitragen, aber wirklich nicht das ganze Problem selbst lösen.
  • Medien-Pause: Negative Nachrichten und Social Media begrenzen, auch nach positiven Nachrichten suchen.  
  • Hoffnung bewahren: Wir Menschen haben schon viele Probleme gelöst. Wenn wir uns weltweit wirklich bemühen, werden wir auch den Klimawandel lösen!
  • Erholen & Natur: Pausen helfen Kraft zu tanken. Erholung in der Natur (z.B. Wald) wirkt sich besonders gut auf unser Wohlbefinden aus.

Weiters haben auch die Politik, Unternehmen und das ganze Land eine Verantwortung sich stärker für Klimaschutz und Nachhaltigkeit anzustrengen. Wenn wir auf dem richtigen Weg beim Klimaschutz sind, müssen wir uns auch weniger Sorgen machen. Allerdings müssen wir auch einen Weg finden mit negativen Informationen umzugehen da es diese leider immer geben wird.

Fazit: Sorgen vor dem Klimawandel sind gesund und berechtigt. Wenn man allerdings so viel Angst hat, dass es krank macht, ist es wichtig sich Hilfe von Familie, Freund:innen oder Therapeuten zu holen.  

Stand: Juli 2026

Patronat
Quelle/n
Crandon, Tara J.; Scott, James G.; Charlson, Fiona J.; Thomas, Hannah J. (2022): A social–ecological perspective on climate anxiety in children and adolescents. In Nat. Clim. Chang. 12 (2), pp. 123–131. DOI: 10.1038/s41558-021-01251-y. / Ma, Tianyi; Moore, Jane; Cleary, Anne (2022): Climate change impacts on the mental health and wellbeing of young people: A scoping review of risk and protective factors. In Social science & medicine (1982) 301, p. 114888 / Plohl, Nejc; Lampret, Ana; Smrke, Urška; Krajnc, Živa; Kos, Tina; Musil, Bojan (2026): The relationship between psychological resilience, cognitive emotion regulation strategies, and climate anxiety: a systematic review. In Curr Psychol 45 (2) / Ramadan, Reem; Randell, Alicia; Lavoie, Suzie; Gao, Caroline X.; Manrique, Paula Cruz; Anderson, Rebekah et al. (2023): Empirical evidence for climate concerns, negative emotions and climate-related mental ill-health in young people: A scoping review
Autor/-in
Johannes Wittmann
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