Menstruation, Schwangerschaft

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Die erste Menstruation

Die erste Menstruation wird auch Menarche genannt. Sie setzt meist im Alter zwischen 9 und 16 Jahren ein.

Meistens braucht es einige Zeit, bis sich ein regelmäßiger Zyklus einpendelt, denn das Gleichgewicht der Hormone muss sich im Körper erst einstellen.

In dieser Zeit kann es vorkommen, dass die Menstruation ein paar Monate lang hintereinander ausfällt, mehrmals kurz hintereinander auftritt, oder, dass es zwischendurch zu sog. Schmierblutungen (die leicht bräunlich sind) kommt.

Auch Aufregung, Prüfungsstress, Ängste, Liebeskummer, Reisen (und die damit verbundene Zeitverschiebung), eine Diät, Krankheiten oder Essstörungen können bewirken, dass sich der Zyklus verschiebt und eine Menstruation verspätet oder gar nicht eintritt.

Ein besonderes Ereignis

Die erste Menstruation ist für viele Mädchen (und oft auch für deren Eltern) ein besonderes Ereignis. Vielleicht wartest du schon mit einer Mischung aus Ungeduld, Unsicherheit und Vorfreude darauf.

Dann gibt es Mädchen, die sind froh, wenn ihre Menstruation erst spät eintritt.

So oder so: Die erste Menstruation ist immer eine Überraschung! Vielleicht möchtest du dieses Ereignis ja mit Freundinnen oder Schwester(n) und Mutter ein wenig feiern und z.B. ins Kino oder Eis essen gehen.

Weißfluss und Gebärmutterhalsschleim (Zervixschleim)

Wenn du deine erste Menstruation noch nicht hattest, in den Eierstöcken aber bereits Östrogene aktiv werden und Brüste und Schamhaare zu wachsen beginnen, findest du häufig weißliche Schleimspuren in der Unterhose. Dieser Schleim wird Weißfluss genannt.

Ab dem Zeitpunkt, an dem der Weißfluss austritt, dauert es etwa noch 6 -12 Monate, manchmal aber auch länger, bis die erste Menstruation eintritt.

Es ist jedoch nicht so, dass es mit diesem Schleim vorbei ist, sobald die erste Menstruation gekommen ist. Je nachdem, in welchem Stadium des Zyklus du dich befindest, kann Schleim austreten und unterschiedlich aussehen.

Veränderungen der Scheide während des Zyklus

Die Scheide ist auch nach der ersten Menstruation während des ganzen Zyklus unterschiedlich feucht. 

An der Beschaffenheit von Schleim und Muttermund kannst du erkennen, an welchem Punkt in deinem Monatszyklus du dich befindest. Beobachte dich selbst, um dich und deinen Zyklus gut kennenzulernen. Deinen Muttermund kannst du etwa fühlen, wenn du deinen längsten Finger (meist der Mittelfinger) in deine Scheide führst. Er fühlt sich an wie eine Nasenspitze. (Wo er sich genau befindet, siehst du unter Innere Geschlechtsorgane):

  • Nach der Menstruation ist der Muttermund geschlossen und fühlt sich hart an.
  • Wenn es zum Eisprung kommt, wird er weich und öffnet sich ein wenig.
  • In der zweiten Zyklusphase schließt sich der Muttermund wieder und fühlt sich erneut eher hart an.
  • Während der Blutung öffnet sich der Muttermund wieder ein wenig.

Der Schleim im Gebärmutterhals ist in der ersten Zyklusphase zunächst weißlich dick und klebrig.

Wenn im Eierstock ein Ei heranreift und Östrogene aktiv werden, wird der Schleim milchig weiß und schließlich zum Zeitpunkt des Eisprungs glasig klar.

Nach dem Eisprung wird der Schleim schnell wieder dicklich und verschwindet dann ganz.