Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

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Therapierbar?

Einige Menschen behaupten, dass z.B. Homosexuelle in Heterosexuelle umgepolt werden können. Fakt ist, dass sexuelle Orientierung nicht durch Erziehung oder Therapie verändert werden kann.

Der Idee der Umpolung der sexuellen Orientierung liegt die Annahme zugrunde, dass Homosexualität eine Krankheit wäre, die man heilen könnte oder müsste.

Vor allem streng religiöse Menschen vertreten die Ansicht, dass alle Menschen heterosexuell seien und, falls nicht, es werden könnten.

Die Wissenschaft jedoch teilt diese Vorstellung nicht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO gibt eine Liste heraus, auf der alle Krankheiten aufgezählt werden (die sog "International Classification of Diseases"). Auf dieser Liste ist Homosexualität nicht aufgeführt, was bedeutet, dass Homosexualität keine Krankheit ist, also auch nicht geheilt werden muss.

Tatsache ist, dass es für viele Menschen, vor allem wenn sie nicht heterosexuell sind, sehr schwer sein kann, ihre Gefühle und Sexualität zu akzeptieren, u. a. auch wegen den Vorurteilen in der Gesellschaft oder wegen der Angst, von der Familie und Freunden abgelehnt oder anders behandelt zu werden.

Viele davon lernen mit der Zeit, sich selbst zu akzeptieren und ihre eigenen Gefühle und Sexualität anzunehmen. Dabei kann es hilfreich sein, wenn sie Unterstützung bekommen und frei damit umgehen können. Andere wollen ihre sexuelle Orientierung lieber für sich behalten.

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