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Wer bin ich?

Wer du bist, können Web-Profis ohne großen Aufwand herausfinden. Denn du hinterlässt Spuren im Internet.

Anhand folgender Informationen kann man deine Identität rekonstruieren:

 

Besonders aussagekräftig sind vor allem:

  • Fotos und Videos von und mit dir, die u.a. in Facebook, Instagram, Flickr, YouTube oder anderswo gepostet wurden, die zeigen, wie du aussiehst, welche Hobbies du hast, was du sonst noch machst und mit wem du unterwegs bist,
  • deine „Gefällt mir“-Angaben, die verraten, für was und wen du dich interessierst und welche Meinungen du vertrittst,
  • wem du auf Instagram und Snapchat folgst und was du dort postest, weil dies zeigt, was dich anspricht und worüber du mehr erfahren möchtest...

Und wenn du in deinem Facebook-Profil noch deine Post-Adresse, dein Geburtsdatum, deine E-Mail-Adresse, deine Telefonnummer eingegeben hast, Angaben zu deiner Schule oder deiner Arbeitsstelle machst und deine Gedanken veröffentlichst, dann kennen dich die Webprofis vielleicht noch besser als du dich selbst.

Heute lustig, morgen peinlich

Hast du dir schon überlegt, ob du wirklich willst, dass die ganze Welt so viel über dich weiß?

Vielleicht ist dir das egal. Denke aber daran, dass was du heute noch lustig findest, dir in ein paar Jahren vielleicht peinlich sein könnte.

Es gibt sicher Dinge, die du früher gemacht hast und die du heute total peinlich findest. Und wenn von diesen Dingen Fotos im Internet zugänglich sind, dann würde dich das vermutlich stören.

Vor allem Fotos und Videos, die zeigen, wie du mit deinen Kameraden Blödsinn treibst, oder freizügige Fotos – also solche auf denen du nur leicht bekleidet bist – könnten dir unangenehm werden, wenn sie plötzlich wieder im Internet auftauchen.

Denn das ist genau das Problem mit dem Internet: Alles was einmal online war, wird nie mehr verschwinden.

Stell dir vor, du hast vor langer Zeit ein Foto von dir auf Instagram oder wo anders gepostet – und jetzt ist dir das Foto peinlich. Wenn du das Foto löschst, ist es von deinem Account zwar verschwunden. Aber wenn jemand das Foto heruntergeladen oder davon einen Screenshot gemacht hat, dann kann diese Person es jederzeit wieder überall im Internet verbreiten. Das Gleiche gilt auch für Posts, Kommentare und alles andere, was du ins Internet stellst.

Etwas ganz aus dem Internet zu löschen ist also unmöglich. Darum ist es besser, bestimmte Sachen gar nicht erst im Internet zu veröffentlichen.

100% Sicherheit?

Du sagst jetzt vielleicht, dass nicht alle deine Fotos sehen können, sondern nur deine besten Freunde. Da hast du Recht. Manchmal passieren aber auch bei Firmen wie Facebook, Instagram und Co. Fehler und plötzlich sind alle Fotos für jedermann zugänglich.

Das heißt: Auch das sicherste Passwort schützt deinen Account nicht 100%-ig.

Darum solltest du heikle Dinge erst gar nicht ins Internet stellen. Eine gute Regel dafür ist:

Gib nur das im Internet von dir preis, was du auch in der Zeitung über dich lesen möchtest.

Patronat
Autor/-in
Martin Hermida
Revisor/-in
Lukas Wagner / Thomas Zenkl