Basics zu Sexualität und sexueller Bildung
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Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse, wenn es um Liebe, Sex und Beziehungen geht. Es gibt sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten, die sich nicht in das begrenzte Spektrum von Heterosexualität, Weiblichkeit und Männlichkeit einordnen lassen. Dafür steht das Kürzel LGBTQIA+.  

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Alle sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten gehören zur menschlichen Vielfalt. Das Gesetz in Österreich verbietet es, LGBTQIA+-Personen zu diskriminieren. Dennoch: in einer Umfrage geben 60 % der Betroffenen an, dass andere sie aufgrund ihrer Sexualität oder sexuellen Orientierung belästigen. 73% waren in ihrer Schulzeit mit negativen Bemerkungen oder Mobbing (Mobbing, Spott, Hänseleien, Beleidigungen oder Drohungen) konfrontiert.


Coming-Out bezeichnet den Prozess, in dem sich eine Person über ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität bewusst wird (inneres Coming-Out) und sich vor anderen dazu bekennt (äußeres Coming-Out). Betroffene nehmen diesen Prozess unterschiedlich beschwerlich wahr. Er kann kurz dauern oder sich über Jahre erstrecken. Bis zum Coming-Out kämpfen viele Jugendliche mit Unsicherheiten, Ängsten, Verleugnung und Identitätsverwirrungen. Die Schule kann dabei unterstützen, ein positives Selbstbild zu entwickeln und zu fördern.
Wann einer Person bewusst wird, dass sie sich ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht nicht zugehörig fühlt, oder dass sie nicht heterosexuell ist, ist unterschiedlich. Manche Menschen wissen bereits im Kindesalter, dass sie einem anderen Geschlecht angehören möchten oder wissen lange, bevor sie Liebesbeziehungen eingehen, dass sie lesbisch, schwul oder bisexuell sind. Andere Menschen realisieren ihr Transsein erst später im Leben oder leben Sexualität zunächst mit gleichgeschlechtlichen und/oder gegengeschlechtlichen Menschen, bevor sie sich entscheiden, wie sie ihre sexuelle Orientierung bezeichnen. 
Jugendliche, die sich früh outen, brauchen besondere Unterstützung von ihren Eltern und anderen Bezugspersonen. Die beste Unterstützung ist ein schulisches und soziales Umfeld, das keine Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität duldet.
Transidente Menschen, Lesben, Schwule und Bisexuelle, die ihre Geschlechtsidentität oder sexuelle Orientierung verstecken müssen, sind stärker in ihrer psychischen Befindlichkeit beeinträchtigt als jene, die offen leben können. Sie haben ein höheres Risiko, an Selbstmord zu denken oder sich selbst zu töten. 

 Stand: November 2025

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