Sexualität
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Erste Liebe: neue Gefühle und viele erste Male

Quelle: Tyler Nix/ ©Unsplash

Schon im Kindergarten kann man sich verlieben und Hochzeit spielen – in der Pubertät und Jugendzeit aber verändern sich die Gefühle. 

 

 



Die Sehnsucht nach Beziehung kann jetzt eine viel größere Rolle spielen, und viele verlieben sich zum ersten Mal „so richtig“.
Das ist aufregend, neu und manchmal auch schmerzhaft, wenn das Verliebt-Sein nicht erwidert wird. Im Freund:innenkreis geht es jetzt vielleicht sehr viel mehr als vorher darum, wer auf wen steht und wie man welche WhatsApp-Nachricht interpretieren kann. Oft ist hier sichtbar, dass diese Veränderung nicht gleichzeitig einsetzt: während manche Kinder plötzlich ganz neue Interessen haben, sind andere genervt davon, dass es beim besten Freund oder der besten Freundin plötzlich nur noch um „Jungs“ oder „Mädchen“ geht.

Für Sie als Eltern kann das bedeuten, dass sie diese „Zwischenphase“ besonders gut mitbekommen – und vielleicht schon bald nicht mehr eingeweiht werden. Es hilft, sich an die eigene Jugendzeit, das erste Mal verliebt sein, das erste Mal verzweifelt sein, zu erinnern: Welche Rolle haben dabei damals die eigenen Eltern gespielt? Was hätten sie sich gewünscht? Trauen sie ihrem Kind zu, den Weg durch all diese Gefühle und spannenden „Ersten-Male“ navigieren zu können, und auch durch Ausprobieren dazuzulernen. Wundern sie sich nicht, wenn ihr Kind vielleicht sogar kein Interesse an all diesen Themen zeigt: Auch das ist möglich und kann alles Mögliche bedeuten. Natürlich sollte man aufmerksam werden, wenn ein Kind sich stark isoliert und nach möglichen Unterstützungen suchen – aber ein scheinbar „fehlendes“ Interesse für Liebes-Themen ist genauso normal, wie jemand, der oder die völlig eingenommen davon ist. 

Es ist wichtig, dem eigenen Kind immer grundlegend zu vermitteln: du bist ok, wie du bist.
Wenn wir hingegen oft kommentieren, dass es doch „schon langsam etwas komisch sei, dass xy kein Interesse an Mädchen oder Burschen zeigt“ oder auf andere Art vehement die Sexualität in Frage stellen (auch automatisch davon auszugehen, dass mein Kind hetero ist und ständig nach einem Freund oder Freundin zu fragen kann dies bedeuten, genauso wie das Beurteilen von Kleidung und Style im Sinne von „so etwas trägt man doch nicht als Junge/Mädchen“), bewirkt das oft genau das Gegenteil.

Für die meisten Jugendlichen steht Sex nicht sofort ganz oben auf der Liste der „Ersten Male“.
Vielmehr geht es erst mal ums Kennenlernen, das erste Mal jemanden „richtig gut“ finden, das erste Mal ein Date haben, sich das erste Mal „unabsichtlich“ berühren und dabei ein Kribbeln im Körper spüren. Das ist alles schon aufregend genug. Auch zu merken, dass eine andere Person – oder schon der Gedanke an sie – Erregung im Körper auslöst, ist spannend. Selbstbefriedigung machen die meisten Menschen ab der Pubertät bewusst und langsam festigen sich die eigenen Muster in Richtung Erwachsenen Sexualität.

Stand: Dezember 2023

 

Patronat
Quelle/n
Elisabeth Tuider u.a. (2012) Sexualpädagogik der Vielfalt: Praxismethoden zu Identitäten, Beziehungen, Körper und Prävention für Schule und Jugendarbeit. / Sielert, U. (2015) Einführung in die Sexualpädagogik. / Weidinger, B., Kostenwein, W. & Dörfler, D. (2007) Sexualität im Beratungsgespräch mit Jugendlichen
Autor/-in
Anna Dillinger
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