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Safer-Use-Regeln

Es gibt keinen Drogenkonsum ohne Risiko: Kiffen bringt Gefahren für Körper und Psyche und die Möglichkeit einer psychischen Abhängigkeit mit sich, Cannabis ist außerdem nach wie vor verboten.

Willst du die Risiken gänzlich vermeiden, nimm keine Drogen. Wenn du dich trotzdem entscheidest, Drogen zu konsumieren, beachte die Safer-Use-Regeln, um die Risiken zu reduzieren.

Kein Cannabiskonsum in der Schule oder am Arbeitsplatz

Hast du schon morgens, bevor du zur Schule oder zur Arbeit gegangen bist, gekifft? Oder im Verlauf des Schul- oder Arbeitstages? Dann weißt du, wenn du ehrlich mit dir selber bist, dass Kiffen in solchen Situationen die Leistung beeinträchtigt.

Leistungsmindernde Mittel einzusetzen, wo Leistung verlangt wird, ist widersinnig. Es ist auch ein Zeichen, dass du dich entscheiden müsstest, bei dir oder deinem Umfeld etwas zu ändern, anstatt zu versuchen, Spannungen mit Kiffen abzufedern.

Kein Konsum, wenn du zu jung bist

Wer früh, d.h. mit 13 oder 14 Jahren kifft, geht besondere Risiken ein.

Generell ist vom Kiffen in der Pubertät abzuraten: Solange sich das Gehirn noch entwickelt, kann Cannabis zu bleibenden Veränderungen im Gehirn führen, die dauerhafte Einschränkungen beim Lernen oder beim Gedächtnis nach sich ziehen.

Kein Konsum, wenn du an bestimmten Krankheiten leidest

Wer an Krankheiten wie Asthma, Bronchitis, Schizophrenie, Herzproblemen und Bluthochdruck leidet, sollte nicht kiffen.

Kein Konsum, wenn du Fahrrad, Moped oder Auto fährst

Nicht nur Alkohol, auch Cannabis wirkt sich negativ auf die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeiten aus, was im Straßenverkehr und anderen Situationen (zum Beispiel gefährliche Maschinen bedienen oder Sport treiben) das Unfallrisiko erhöht.

Zudem: Solltest du einen Unfall verursachen, wird die Polizei einen Drogentest auch auf Cannabis durchführen. Ist er positiv, musst du mit zusätzlichen Konsequenzen rechnen.

Kein Konsum, wenn du nicht "gut drauf" bist

Wenn du nicht in guter Verfassung bist, helfen dir erst recht keine Drogen. Drogen verstärken nur die positiven und negativen Stimmungen.

Beziehungsschwierigkeiten, Spannungen, Ängste, Traurigkeit und Frust können durch Drogen nicht zum Verschwinden gebracht werden.

Kein Konsum zusammen mit anderen Drogen

Kombiniere Cannabis nicht mit Alkohol oder anderen Drogen, denn die Wirkung bleibt auch für erfahrene Konsument/-innen unberechenbar.

Kiffen zum «Runterkommen» von Party-Drogen belastet den Körper zusätzlich und kann einen gegenteiligen Effekt haben.

Tiefe Inhalation belastet die Lungen

Cannabis enthält mehr Teer und schädigende Bestandteile für die Atemwege als Tabak.

Tiefes Inhalieren und Rauchformen, bei denen der Rauch in die Lunge gepresst wird, erhöhen das Risiko für Atemwegserkrankungen und haben keinen zusätzlichen Rauscheffekt.

Schwangere und stillende Frauen

Die möglichen Auswirkungen auf das Baby sind noch nicht ausreichend bekannt.

Genusskonsum bedingt Pausen. Ohne Verzicht kein Genuss.

Wenn du fast täglich rauchst oder öfter eine große Menge: Frage dich doch mal, ob der Cannabisrausch wirklich immer noch so aufregend ist und ob nicht vielleicht Konzentration und Motivation darunter leiden. Kiffen sollte nicht zum Lebensmittelpunkt werden.

Wenn du bemerkst, dass du dich kaum noch freuen kannst, ohne bekifft zu sein, und dich gestresst fühlst, Problemen aus dem Weg gehst oder den Alltag nicht mehr richtig in den Griff kriegst, dann frage dich, ob das nicht auch mit deinem Cannabiskonsum zusammen hängen könnte. Eine Konsumpause schafft Klarheit und hilft darüber nachzudenken, was für dich wirklich wichtig ist.

Falls du Schwierigkeiten hast, Konsumpausen einzulegen und durchzuhalten, zögere nicht, mit jemandem, dem du vertraust, darüber zu reden oder dich an eine Beratungsstelle zu wenden.

Vorsicht bei der Dosierung

Beim Essen oder Trinken von Cannabis wird die Wirkung erst später spürbar. Warte mit dem weiteren Konsum, bis sich die Wirkung der ersten Dosis voll entfaltet.

Ansonsten besteht die Gefahr einer Überdosierung, und das kann zu Kreislaufproblemen, Angstzuständen und Erbrechen führen.

Wahl der Umgebung und der Leute

Schaffe eine angenehme Atmosphäre, denn die Wirkung wird dadurch wesentlich beeinflusst.

Wichtig ist, dass das Umfeld vorher bewusst ausgewählt wird. Sprich dich mit Freunden oder Freundinnen darüber ab, aufeinander acht zu geben und niemanden allein zu lassen.

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