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Passivrauchen: das Wichtigste in Kürze

Jede Zigarette verursacht Rauch, der von Rauchenden und Nichtrauchenden eingeatmet wird. Die Gifte des Tabakrauchs sind für alle schädlich.

Passivrauch besteht einerseits aus dem ausgeatmeten Tabakrauch der Rauchenden und andererseits aus dem Nebenstromrauch, der aus der brennenden Zigarette in die Luft gelangt.

Der Tabakrauch setzt sich zu 12 Prozent aus sehr feinen Partikeln und zu 88 Prozent aus Gasen zusammen, die über die Atemwege in die Lungen gelangen. Der eingeatmete Tabakrauch – ob direkt oder passiv – enthält eine ähnliche chemische Zusammensetzung.

Im Passivrauch befinden sich sogar mehr krebserregende Substanzen und andere giftigen Stoffe als im Rauch, der direkt eingeatmet wird.

Wissenschaftliche Studien beweisen, dass Passivrauch schädlich für die Gesundheit ist. Beispielsweise erhöht sich für NichtraucherInnen das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um 20 Prozent, wenn sie mit RaucherInnen im gleichen Haushalt leben.

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Tabakrauch ist in Innenräumen die Hauptursache für eine hohe Belastung mit Feinstaub. Feinstaub setzt sich aus kleinsten Teilchen – sogenannten Partikeln – zusammen. Je kleiner die Partikel, desto tiefer dringen sie in die Lunge ein und entfalten ihre schädliche Wirkung.

Mit dem Blut verteilen sich die giftigen Stoffe des Tabakrauchs im ganzen Körper. Untersuchungen zeigen, dass in Österreich jährlich etwa 1000 Personen frühzeitig infolge des Passivrauchens sterben.

Laut einer Befragung (IHS, 2006/2007) sind 10% der NichtraucherInnen täglich zu Hause Passivrauch ausgesetzt. 24% der nichtrauchenden Erwerbstätigen sind täglich am Arbeitsplatz Passivrauch ausgesetzt, in der Gastronomie betrifft das sogar 69%. Bei den steirischen Kindern ergab eine Umfrage von VIVID-Fachstelle für Suchtprävention, dass bei einem Drittel zu Hause geraucht wird, 24 % müssen auch im Auto "mitrauchen".

 
Quelle/n
Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz / Bundesamt für Gesundheit
Autor/-in
Brigitte Müller
Revisor/-in
Thomas Beutler
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