Ich oder mein Partner ist psychisch belastet

Inhalt

Die eigene Belastung oder Erkrankung verstehen

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Krankheit und die Symptome verstehen, sich Hilfe holen und Ihre Familienmitglieder einbeziehen, auch wenn es Ihnen schwerfallen sollte!

Sie haben etwas Schlimmes erlebt, was Ihr Leben geprägt hat? Oder Sie hatten in der Vergangenheit zu viel Stress? Leistungsdruck? Sorgen? Oder nichts Derartiges? Es ist nicht immer klar, warum Menschen psychische Probleme haben.

Selbstverständlich sind wir alle manchmal traurig oder ängstlich. Nicht jeder hat deshalb psychische Probleme. Nur wenn diese Gefühle in besonders heftiger Form oder sehr lange vorkommen, spricht man von einer psychischen Erkrankung. Es gibt ganz verschiedene psychische Krankheiten, deren Symptome und Behandlungen Sie hier nachlesen können.

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Krankheit und die Symptome verstehen und sich Hilfe holen!

Sei es, dass Sie sich mit einer Fachperson (Hausarzt, Psychiater, Psychologin) über Ihre Erkrankung austauschen und erfahren, wie Ihnen und Ihrer Familie geholfen werden könnte. Sei es, dass Sie mit anderen Betroffenen, die dieselben Erfahrungen gemacht haben, sprechen.

Vielleicht kennen Sie eine Person, die an derselben Erkrankung leidet und mit der Sie über Behandlungsformen sowie über Unterstützung im Alltag diskutieren können. Auch Selbsthilfegruppen sind hilfreich für das Verständnis der eigenen Situation. Sie helfen, die eigenen Gefühle einzuordnen und Sie erleben dadurch, dass Sie nicht allein mit dem Problem sind. Lösungswege werden aufgezeigt und man kann sich gegenseitig stärken und zur Seite stehen.

Beziehen Sie die Familienmitglieder in Ihre Welt mit ein, bleiben Sie im Kontakt, auch wenn es Ihnen schwerfallen sollte!

Ihre Angehörigen möchten an Ihrem Leben teilhaben und wissen, wie es Ihnen geht. So können Missverständnisse und unnötige Schuldzuweisungen aus dem Weg geräumt werden. Sprechen Sie auch mit Ihren Kindern über Ihre Erkrankung.

Wenn Sie sich austauschen, erfahren Sie, was Ihnen und Ihren Angehörigen bei der Bewältigung der Krankheit helfen könnte. Zudem erfahren sie, warum gewisse Alltagssituationen für Sie besonders schwierig sind.

Diese Gespräche wirken nicht nur entlastend und verstärken das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Familie. Sie bringen auch nützliche Anregungen, die den Alltag erleichtern und die Therapiewirkung begünstigen.