Einem Freund helfen

Inhalt

Angst, dem Opfer zu helfen

Was machst Du, wenn Du merkst, dass eine Person, die Dir nahe steht, demütigt, beschimpft, beraubt oder sogar verprügelt wird?

Einerseits willst Du vielleicht helfen, andererseits macht Dir die Situation wahrscheinlich Angst.

Sicher hast Du Mitleid mit dem Opfer und findest ungerecht, was ihm passiert: Möglicherweise wagst Du aber nicht, direkt etwas dagegen zu unternehmen:

  • Weil die Gruppe, die Deinen Freund, Deine Freundin plagt, zu stark ist - und Du deshalb selber Angst vor ihr hast.
  • Vielleicht befürchtest Du, dass Dein Eingreifen die Situation für das Opfer nur verschlimmern würde.
  • Es könnte auch sein, dass Du über die Probleme Deiner Freundin, Deines Freundes zwar Bescheid weißt, das Opfer selbst aber nicht darüber spricht – und Du Dich nicht getraust, es darauf anzusprechen.

Mit all diesen heiklen Punkten fühlst Dich wahrscheinlich überfordert. Wenn Du Dich in einem solchen Fall überfordert fühlst, ist dies keine Schande. Aber es ist auch kein Grund, einfach aufzugeben und das Opfer in Stich zu lassen.

Täter/-innen, die jemandem quälen, haben kein Recht darauf, durch Schweigen geschützt zu werden.

Patronat
Autor/-in
Michael Miedaner
Christian Platz

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