Mitgegangen, mitgefangen

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Gruppen: So anders, so gleich

Gruppen können sehr unterschiedlich sein. Sie haben aber einen gemeinsamen Nenner: Ihre Mitglieder teilen etwas. Das fördert das Gemeinschaftsgefühl. Und dies mit Folgen… 

Häufig teilen die Mitglieder einer Gruppe gemeinsame Symbole, Rituale und Ziele. Sie mögen beispielsweise den gleichen Sport, die gleiche Musik, tragen ähnliche Kleidung, vertreten vergleichbare Meinungen und Interessen, sprechen eine Insidersprache usw.. Viele Gruppen geben sich einen Namen: Das ist ein Wort, eine Abkürzung oder ein Symbol, das das Gefühl verstärkt, Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Ob Beruf, Nationalität, Hobby, Sprache, Werte, gegenseitige Sympathie, jede Gruppe besteht, weil ihre Mitglieder eine gemeinsame Eigenschaft teilen oder diese gemeinsam ausleben.

Gruppen sind aber auch sehr unterschiedlich:

  • Sie können demokratisch (alle Mitglieder sind gleichwertig) oder hierarchisch sein (nur die Meinung des Chefs zählt)
  • Sie können offen sein oder ihren Mitgliedern verbieten, anderen Gruppen beizutreten
  • Sie können friedlich und tolerant sein oder mit Gewalt ihre vermeintliche Überlegenheit beweisen wollen

Aufgrund ihrer Merkmale kann Dir also eine Gruppe gut tun oder sie kann gefährlich sein (weitere Merkmale...).  Für manche Gruppen ist es von Bedeutung, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu lenken. Für andere ist das nicht so wichtig oder es ist sogar das Gegenteil gewünscht. 

Sie können aus drei Mitgliedern oder aus mehreren tausend Menschen bestehen. 

Sie können während mehreren Jahrzehnten existieren oder sich schon bald wieder auflösen. 

Manche Gruppen wachsen ständig (z.B. weil sie ihre Ziele erreichen), andere schrumpfen.

Und wie erlebst Du Deine Gruppe?

Was verbindet euch? Warum verbringt ihr Zeit zusammen? Trifft in Deiner Gruppe nur eine Person die wichtigen Entscheidungen oder kann jede/-r von euch Vorschläge anbringen? Darfst Du an den Aktivitäten anderer Gruppen teilnehmen oder ist es verboten? Ist Deine Gruppe friedlich oder sucht sie die Auseinandersetzung mit anderen Gruppen, ev. auch mit gewaltsamen Methoden? Was wäre bei Dir anders, wenn Du Deine Gruppe nicht hättest? Wie beeinflusst Deine Gruppe, was Du denkst, was Du fühlst und wie Du handelst?

Je mehr Du über Deine Gruppe weißt, desto mehr erfähst Du über Dich selbst. Bewusst kannst Du auch überlegen, ob Dir Deine Gruppe gut tut oder ob Vorsicht geboten ist.

Patronat
Autor/-in
Michael Miedaner
Christian Platz