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Sexuell übertragbare Infektionen

Sexuell übertragbare Infektionen sind Krankheiten wie andere auch. Safer Sex schützt vor den meisten dieser Erreger. Hier findest du eine Liste mit den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen, Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten, der Verbreitung und darüber, was die schlimmsten Folgen sind, wenn man sie nicht behandelt.

Chlamydien

Chlamydien können besonders leicht beim Sex übertragen werden. Speziell sehr junge Frauen sind betroffen. Viele Menschen, die infiziert sind, wissen es gar nicht, andere haben Beschwerden wie schleimig-eitrigen Ausfluss aus der Scheide, Juckreiz, Brennen beim Pinkeln oder Schmerzen beim Sex.

Chlamydien sind Bakterien und können mit Antibiotika behandelt werden. Die/der Partner/in muss immer auch behandelt werden.

In seltenen Fällen kann eine unbehandelte Infektion zu Unfruchtbarkeit führen. Beachte die Safer-Sex-Regeln, damit wird das Risiko sich anzustecken viel kleiner.

HPV, Humane Papilloma-Viren (Feigwarzen)

Infektionen mit Humane Papilloma-Viren (HPV) gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Virusinfektionen.

Rund 60% aller Mädchen haben sich fünf Jahre nach ihrem ersten Geschlechtsverkehr bereits mit HP-Viren angesteckt. Sie merken aber nichts davon, weil sie keine Beschwerden haben.

Fast alle Infektionen heilen von selbst. Andere führen zu Feigwarzen an den Geschlechtsorganen. Diese können mit Medikamenten behandelt oder mit Laser entfernt werden. Einige Untergruppen von HP-Viren können zu Gebärmutterhalskrebs führen.

Eine Maßnahme, dich vor einer Infektion zu schützen, ist die Verwendung von Kondomen. Außerdem ist in Österreich ein Impfstoff gegen die wichtigsten Stämme von HP-Viren erhältlich. (Mehr dazu unter dem Titel „Hepatitis und HPV-Impfung")

Herpes

Herpesviren, Ursache der sogenannten Fieberbläschen, sind hochansteckend. Meist sind sie an den Lippen, aber sie können auch an den Geschlechtsorganen auftreten. Für Herpes im Genitalbereich ist ein anderes Virus aus der Familie der Herpesviren verantwortlich als für Lippenherpes.

Bei beiden gilt: Wer sich einmal mit dem Virus infiziert hat, bleibt sein Leben lang Virusträger. Aber längst nicht jeder hat Symptome.

Fieberbläschen brennen, jucken, kribbeln und es kommt zu kleinen Geschwüren, die innerhalb von vier Wochen wieder abheilen. Heilen kann man Herpes nicht, aber es sind virushemmende Medikamente erhältlich. Kondome bieten einen guten Schutz.

Gonorrhö (Tripper)

Der Tripper gehört zu den bekanntesten Geschlechtskrankheiten. Er wird durch Bakterien übertragen.

Am häufigsten verursacht er eine Entzündung der Scheide, der Harnröhre oder des Enddarms mit Ausfluss. 

Der Tripper wird mit Antibiotika behandelt. Unbehandelt kann er auch zu Unfruchtbarkeit führen. Verwende Kondome als Schutz vor dieser Infektion. 

Pilze (Candida)

Pilzinfektionen kann man sehr leicht bekommen, daher sind sie weit verbreitet. Die Symptome sind Juckreiz, Brennen, gerötete oder geschwollene Schleimhaut, weißlicher Belag oder Ausfluss. Auch Schwellungen und Schmerzen in der Scheide oder an der Eichel kommen vor. Männer haben oft wenige oder keine Symptome – sie können die Pilze aber übertragen. Mit speziellen Scheidenzäpfchen für die Frau und einer entsprechenden Creme für den Mann kann die Pilzinfektion geheilt werden. Bei schweren und langwierigen Infektionen gibt es auch Tabletten. Beachte die Safer-Sex-Regeln.

Hepatitis B und C

Hepatitis bedeutet Leberentzündung. Hepatitis-B und -C sind Leberentzündungen, welche durch Hepatitis-B- und -C-Viren verursacht werden.

Hepatitis Typ B überträgt sich auf sexuellem Weg sehr viel leichter als Aids. Hepatitis-B und -C können aber auch beim Drogenkonsum und bei unhygienischem Piercen/Tätowieren übertragen werden. Gegen Hepatitis-B gibt es eine Impfung; nicht gegen Hepatitis-C.

In vielen Fällen verläuft eine Infektion mit Hepatitis ohne Symptome (Anzeichen) und heilt unbemerkt ab.

In einigen Fällen treten z. B. Erschöpfung, Übelkeit, Fieber als Zeichen der Leberentzündung (Gelbsucht) auf. Der Harn kann bräunlich werden; die Augen gelblich. Auch der Stuhl kann sehr hell werden. Die schlimmsten Folgen sind Leberzirrhose (Lebervernarbung, die Leber funktioniert nicht mehr) und Leberkrebs.

Die Behandlung einer chronischen Hepatitis-Infektion dauert lange und sie führt trotz sehr guter neuer Medikamente nicht immer zu einer Heilung.

Du kannst dich gegen Hepatitis B impfen lassen! Fachleute empfehlen diese Impfung allen Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren. Informationen erhältst du bei der Aids-Hilfe in deiner Region, bei deinem Hausarzt / deiner Hausärztin oder beim Frauenarzt / bei der Frauenärztin.

Syphilis

Syphilis (Lues) wird durch Bakterien übertragen. Am häufigsten passiert das bei ungeschütztem Vaginal-, Oral- und Analsex. Beachte die Safer-Sex-Regeln und verwende Kondome. Aber auch Drogenkonsumierende können sich beim Tauschen von Spritzen anstecken.

Es kommt zu Ausschlägen und Geschwüren. Eine unbehandelte Syphilis kann zu schweren Schäden an inneren Organen und am Nervensystem führen.

Syphilis wird mit Antibiotika behandelt.

 
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