Sexuell übertragbare Krankheiten
Inhalt

HPV-Impfung

Es gibt eine Impfung gegen die HP-Viren, die am häufigsten Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen verursachen. Zudem kann der Impfstoff auch vor Feigwarzen im Genitalbereich schützen. Die Impfung soll auch vor weiteren Krebserkrankungen, wie Penis-, Anal und Vaginalkrebs schützen. Das muss aber noch weiter untersucht werden. 

Wie ist das mit der Impfung?

In Österreich wird die HPV-Impfung allen im Alter zwischen 9 und 21 Jahren empfohlen und kostenfrei angeboten. Sie wird in zwei Impf-Dosen verabreicht, im Abstand von 6 bis maximal 12 Monaten. Die HPV-Impfung kann dich vor einer Ansteckung mit den Viren schützen, die im Impfstoff enthalten sind. So kannst du die Viren auch nicht weitergeben. 

Wie wirksam ist die Impfung?

Wie gut die Impfung wirkt, hängt davon ab, ob dein Körper schon mit HPV in Kontakt war. Untersuchungen haben auch gezeigt, dass die Impfantwort in der Altersgruppe der 9 bis 12-jährigen am besten ist. Jugendliche, die bereits sexuell aktiv waren, können sich mit den Viren angesteckt haben. Dann ist die Impfung etwas weniger wirksam. Fällt die Entscheidung sich gegen HPV impfen zu lassen, ist es gut, dies so früh wie möglich zu tun.

Bei geimpften Menschen kommen Zellveränderungen und Krebsvorstufen am Gebärmutterhals deutlich seltener vor. Damit sinkt wahrscheinlich auch das Risiko an Krebs zu erkranken. Trotzdem ist es auch für geimpfte Menschen sinnvoll, Früherkennungsuntersuchungen (PAP-Abstrich etc.) beim Frauenarzt oder bei der Frauenärztin durchführen zu lassen.

Rechtzeitig geimpfte männliche* Personen können das jeweilige HP-Virus nicht mehr weitergeben. So schützt man mit einer rechtzeitigen Impfung gegen HPV nicht nur sich selbst, sondern auch die Sexualpartner:innen. Die Impfung schützt auch vor Feigwarzen.

Die Impfung soll auch vor Krebs im Mund-Rachen-Bereich, am Penis, der Vulva und Vagina und im Analbereich schützen. Dazu gibt es erste Hinweise aus Studien.

Bestehen schon Zellveränderungen oder Feigwarzen können diese mit der Impfung nicht behandelt werden. 

Hat die Impfung Nebenwirkungen?

Die HPV-Impfung gilt als sicher und gut verträglich. Häufige vorübergehende Nebenwirkungen können zum Beispiel Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle sein. Seltener kommt es zu Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden oder Kopfschmerzen. Es kann vorkommen, dass Jugendliche nach der Spritze ohnmächtig werden. Daher ist es wichtig, nach der Impfung noch ca. 15 Minuten in der Ordination zu bleiben. Wenn du Fieber oder eine andere Infektion hast, solltest du dich nicht impfen lassen.

Wenn du nach einer Impfung Nebenwirkungen feststellst oder vermutest, melde sie dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen und informiere deinen Arzt oder deine Ärztin. Deine Erfahrung ist wichtig!

Wo kann ich mich impfen lassen?

Du kannst dich bei vielen niedergelassenen Ärzt:innen (Haus- oder Kinderärzt:innen, Frauenärzt:innen (Gynäkolog:innen)), an vielen öffentlichen Impfstellen (Bezirkshauptmannschaften, Magistrate, Bezirksämter) und teils im Rahmen von Schulimpfungen (in der 4. Klasse) impfen lassen.

Wo kann ich mich weiter informieren oder beraten lassen?

Wenn du überlegst, dich gegen HPV impfen zu lassen, informiere dich und nimm dir Zeit. Gute, verlässliche Informationen sind schwer zu finden. Grade im Internet gibt es jede Menge getarnte Werbung. Gute Gesundheitsinformationen beschreiben gewünschte und unerwünschte Wirkungen. Sie erklären sachlich und spielen nicht mit unserer Angst. Am Ende soll die Entscheidung für dich passen. Du kannst bei deinem Arzt oder deiner Ärztin nachfragen. Du kannst auch eine Beratung in einer unabhängigen Beratungsstelle, etwa einem Frauengesundheitszentrum, in Anspruch nehmen.

Umfassende, verlässliche Informationen rund um HPV und die HPV-Impfung zum Nachlesen findest du hier: 

Du kannst sie auch deinen Eltern empfehlen. Dann könnt ihr gemeinsam darüber sprechen. Über HPV sind viele Falschmeldungen im Umlauf.

Stand: Juli 2024

Fokus
Tipps
Dein Umgang mit Geld
Tipps

Die wichtigsten Informationen rund ums Thema Geld, Wirtschaft und Banken.

Cannabis
CBD (Cannabidiol)
Cannabis

Die "andere" Substanz im Cannabis.

Fokus
Ernährung
Superfood
Ernährung

Sind Superfoods tatsächlich so gesund?

Cannabis
Nicht nur Rausch
Cannabis

Cannabis hat vielfältige Wirkungen im Körper und in der Psyche.

Diese Webseite verwendet Cookies

Diese digitalen Cookies sichern, dass die Seite gut funktioniert. Sie helfen uns herauszufinden, welche Seiten und Videos beliebt sind und welche euch nicht zusagen. Einige Cookies werden von Drittanbietern platziert, z.B. für die Wiedergabe von Videos.

Mit "Alle Cookies akzeptieren", stimmst du der Verwendung aller Cookies zu. Du kannst deine Wahl jederzeit ändern oder widerrufen. Es kann passieren, dass manche Inhalte, zum Beispiel Videos, nicht gezeigt werden, wenn du einzelnen Cookies widersprichst.

Wenn du mehr über unsere Cookies erfahren und/oder Einstellungen anpassen willst, klicke auf "Cookies wählen".

Einstellungen

Cookies sind kleine Textdateien. Laut Gesetz dürfen wir für die Seite erforderliche Cookies auf deinem Gerät speichern, da sonst die Website nicht funktioniert. Für alle anderen Cookie-Typen benötigen wir deine Erlaubnis.

Zu den externen Anbietern gehören unter anderem YouTube, Vimeo, SRF und h5p. Werden diese Cookies blockiert, funktionieren die eingebetteten Dienste nicht mehr. Werden sie zugelassen, kann dies zur Folge haben, dass Personendaten übermittelt werden.

Statistik-Cookies helfen zu verstehen, wie Besucher*innen mit Webseiten interagieren, indem Informationen anonym gesammelt und gemeldet werden. Mit deinem Einverständnis analysieren wir die Nutzung der Website mit Google Analytics.