Das sagen die Eltern

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Kontrolle der Spielzeit

Ein ganz zentrales Alltagsinstrument für Familien mit Jugendlichen, die dauernd gamen, ist die Kontrolle der Spielzeit. Konkrete Regeln, wann, wie oft und wie lange gespielt werden darf, sind sowohl für die Jugendlichen als auch für die Eltern unbedingt notwendig.

Eltern, die onlinesüchtige Jugendliche haben, werden oft sehr kreativ, wenn es darum geht, die Onlinezeit ihrer Kinder zu beschränken. Ohne zeitliche Einschränkungen würden die Jugendlichen endlos und vielfach auch nachts weiterspielen. Weil das normale Alltagsleben stark unter diesem Verhalten leidet und die Jugendlichen in der Schule oder im Beruf nicht mehr die gewohnten Leistungen zeigen, sie sich weniger mit Freunden treffen und ihre Hobbys beenden, haben Eltern hier eine wichtige Unterstützungsaufgabe. Folgendes Vorgehen empfehlen betroffene Eltern:

  1. Eltern und der onlinesüchtige Sohn oder die onlinesüchtige Tochter vereinbaren gemeinsam strikte Regeln, wann und wie lange gespielt werden darf.
  2. Einige Eltern halten diesen „Zeitplan“ oder „Wochenplan“ in einem schriftlichen Vertrag fest, den alle unterschreiben. Dies gibt der Abmachung zusätzliches Gewicht.
  3. Zum vereinbarten Zeitpunkt werden alle Geräte (z.B. Computer, Handy, Tablet) in einem Schrank eingeschlossen. Einige Eltern verwenden dafür einen Schrank in ihrem Schlafzimmer, damit sie eine zusätzliche Kontrolle über die Geräte haben.
  4. Diese Regeln werden ganz strikt durchgezogen und gehören mit der Zeit zum Familienalltag. Zum Beispiel erzählt eine Mutter, dass ihre beiden Kinder inzwischen freiwillig alle Geräte um 22 Uhr abends zu ihr ins Schlafzimmer bringen, obwohl sie bereits volljährig sind.

Es klappt nicht immer – bleiben Sie dran!

Die Kontrolle der Spielzeit ist für Jugendliche ein wichtiges Instrument, eine Onlinesucht in den Griff zu bekommen. Allerdings wissen betroffene Eltern aus jahrelanger Erfahrung, dass dieses Instrument nicht immer gleich gut funktioniert.

Manchmal halten sich Jugendliche sehr gut an die Regeln. In gewissen Phasen ist es aber kaum mehr möglich, die vereinbarten Abmachungen durchzusetzen. Streit und heftige Auseinandersetzungen gehören leider immer dazu. Auch schriftliche Vereinbarungen werden in vielen Fällen immer wieder gebrochen. Diese Spannungen auszuhalten ist sehr schwierig und energieraubend. Eine professionelle Fachperson kann dazu beitragen, die Wogen zu glätten. Mögliche Anlaufstellen finden Sie hier.

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Patronat
Autor/-in
Betroffene Mütter und Väter (anonym)
Daniela Heimgartner
Revisor/-in
Franz Eidenbenz / Eva Kouba

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