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Hilfe zu finden und anzunehmen ist keine einfache Sache. Aber der Aufwand lohnt sich! Sowohl Eltern als auch onlinesüchtige Jugendliche profitieren von einer Sucht- oder Familienberatung. Eltern und Jugendlichen, die eine Fachperson gefunden haben, die sie unterstützt und begleitet, geht es sehr viel besser als solchen ohne professionelle Unterstützung.
Eltern suchen sich oft erst nach vielen Monaten oder sogar Jahren Hilfe. Rückblickend raten sie anderen Eltern, möglichst früh zu einer Fachperson zu gehen. Denn viele Eltern sind erstaunt, wie sehr ihnen die Beratung und Therapie in ihrem Alltag weiterhilft.
Information und Beratung für Eltern, die sich Sorgen wegen des Onlineverhaltens ihrer Kinder machen bieten die Sucht- und Familienberatungsstellen. Psychotherapeutische Angebote für Eltern, betroffene Kinder und Jugendliche gibt es in manchen Beratungsstellen und bei PsychotherapeutInnen.
Falls es längere Wartezeiten in den Beratungsstellen gibt, vereinbaren Sie trotzdem einen Termin und überbrücken Sie die Zwischenzeit mit einer telefonischen Beratung. Rat auf Draht 147 berät Eltern rund um die Uhr, anonym und zum Nulltarif aus ganz Österreich.
Hier finden Sie eine Übersicht über das Hilfsangebot in Österreich.
Onlinesuchtexpert:innen arbeiten oft mit der ganzen Familie. Deshalb ist es wichtig, dass Sie eine Fachperson finden, die sowohl für Ihr Kind als auch für Sie und Ihre/n PartnerIn gut passt. Es ist möglich, dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter zu Beginn lieber alleine zu einer «eigenen» Fachperson gehen will. In diesem Fall können Sie für sich auch eine andere Fachperson suchen, mit der Sie Ihre Sicht auf die Probleme besprechen können.
Es lohnt sich, so lange zu suchen, bis Sie eine Fachperson gefunden haben, bei der Sie sich wohlfühlen. Sie müssen das Gefühl bekommen, in professionellen Händen zu sein und gute Tipps zu erhalten. Manchmal ist es notwendig, die Fachperson zu wechseln, weil man nach einer oder mehreren Stunden merkt, dass die Person nicht zu einem passt und man mit ihren Ratschlägen nichts anfangen kann. Dies ist normal und gehört zur Suche dazu.
Sehr viele Eltern von onlinesüchtigen Jugendlichen haben damit zu kämpfen, dass ihr Sohn oder ihre Tochter sich weigert, zu einem Beratungstermin mitzukommen.
Wenn betroffene Kinder und Jugendliche (noch) nicht bereit sind Beratung in Anspruch zu nehmen, ist es in jedem Fall sinnvoll, wenn Eltern alleine ein Hilfsangebot nutzen, um Strategien und Sicherheit im Umgang mit dem Verhalten des Kindes entwickeln zu können.
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