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Kritische Wachstumsphase

Mädchen träumt eine schlanke Frau zu sein

In der Pubertät gerät alles aus dem Gleichgewicht. Die Gefühle fahren oft mal Achterbahn, Essen wird vielleicht des Öfteren zum Tröster, zum Mittel gegen Stress oder zur Abhilfe gegen Langeweile eingesetzt.

Viele Mädchen und Burschen fühlen sich während der Pubertät unsicher. Das ist normal, denn in dieser Phase verändert sich der Körper stark und man muss seine neue Gestalt erst finden. „Ich bin sicher zu dick!“, „Die anderen finden mich sicher voll hässlich!“, „Meine Brüste sind viel zu groß!“ – solche Gedanken beschäftigen viele Jugendliche.

Die Umgebung reagiert vor allem bei Mädchen oft ungeschickt, wenn sich ihr Körper in der Pubertät verändert und Rundungen bekommt. Vielleicht mahnt plötzlich die Mutter, dass die Tochter nun vermehrt auf ihre Linie achten müsse? Oder spottet der Bruder über die wachsende Oberweite? Die Verunsicherung nimmt so noch mehr zu; außerdem sind solche unbedachten Aussagen oft sehr verletzend.

Manche Jugendliche unterdrücken die Unsicherheit und die negativen Gefühle, tun so, wie wenn diese Gefühle nicht da wären.

Um die Gefühle zu verdrängen, essen sie stattdessen z.B. ein Stück von der Lieblingsschokolade oder vom Lieblingskuchen. Je mehr es zur Gewohnheit wird, bei Kummer, Einsamkeit, Ärger, Angst, Trauer, Wut, Stress, Langeweile usw. zu essen, desto weniger gut kann man mit der Zeit zwischen echtem Hunger und dem Verlangen nach Essen, um ein Gefühl zu verdrängen, unterscheiden. Das Essen wird Ersatz für Liebe und Geborgenheit, dient der Frustbewältigung, der Beruhigung oder dem Stressabbau.

Du kannst aber lernen, deine Gefühle besser wahrzunehmen und auf gesunde Art und Weise Abhilfe zu schaffen.

Patronat
Quelle/n
Mehr Ich, weniger Waage (Erika Toman) ISBN 978-3-7296-0780-4 / Kritische Wachstumsphasen (bzga-kinderuebergewicht.de)
Autor/-in
Revisor/-in
Bettina Isenschmid