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Gefahren vermeiden

Diese 6 Strategien, nämlich Ausweichen, Abhauen, Aufpassen, Aufschieben, Ablenken und Anrufen, helfen Dir die Gefahr zu verringern, Täter/-in oder Opfer von Gewalt zu werden.

 

 

 

  • Ausweichen: Wenn Du merkst, dass Du Dich Richtung Gefahrenzone bewegst (Du spürst z.B., dass Du wütend wirst oder dass eine Situation vor Deinen Augen eskaliert), weiche die Gefahr umgehend aus. Wechsle die Straßenseite, wenn Gewalt oder Ärger drohen, vermeide den Blickkontakt mit aggressiven Gruppen oder Leuten, wechsle die Richtung, etc.
  • Abhauen: Für viele ist Abhauen ein Zeichen von Schwäche: Mach Dir aber die Konsequenzen bewusst, die eine Schlägerei für Dich ganz persönlich, für Dein Umfeld und für Deine Zukunft mit sich bringen kann. Noch konkreter: Stelle dir vor: in 10 Jahren hast Du eine Familie und eine Arbeit, weil Du entschieden hast, eine heftige Schlägerei zu vermeiden.

    Oder Du bist im Knast und keiner will Dir noch eine Chance geben, weil Du entschieden hast, nicht abzuhauen. Deine Zukunft bestimmst Du heute.
  • Aufpassen: Sei aufmerksam, wenn Du Dich in eine kritische, riskante oder heikle Umgebung begibst oder wenn Du weißt, dass jemand Dich in Deinem wunden Punkt angreift. Wenn sich etwas Unheilvolles anbahnt, reagiere sofort – und zwar ohne Gewalt anzuwenden! Zum Beispiel verlasse die Gefahrenzone oder nutze intelligente Sprüche, um den Gegner im Schach zu halten.
  • Aufschieben: Verschiebe Dein Treffen mit Kumpels, die heute Ärger im Sinn haben. Überlege Dir, bevor Du Dich mit Kolleg(inn)en triffst, die öfter mal Ärger suchen oder stressige Situationen auslösen, ob das wirklich die beste Idee ist.

    Du könntest Dich möglicherweise auch mit jemand anderem treffen,  z.B. mit friedlichen Leuten, die weniger stressig drauf sind. Oder Du könntest Discos, Bars oder sonstige Orte vermeiden, in denen gewaltsame Aktionen stattfinden: Zu deinem Schutz.
  • Ablenken: Lenke den Angreifer ab, indem Du zum Beispiel plötzlich ganz laut schreist. Manchmal funktioniert die Ablenkung auch, wenn Du etwas völlig Unerwartetes tust. Dies könnte beispielsweise geschehen, indem Du den/die Angreifer/in mit einer Frage ablenkst, die einen persönlichen Bezug zwischen Euch herstellt und ihn/sie damit aus der Anonymität reißt („Du bist doch der Bruder von …“, „Dich kenne ich doch von der Schule …“, „Du wohnst doch im gleichen Viertel wie ich…“, „Dich habe ich doch am Fernsehen gesehen“, „Unsere Eltern kennen sich doch...“, „Meine Mutter arbeitet doch mit Deinem Vater zusammen…“).

    Allerdings ist bei dieser Variante große Vorsicht angebracht. 
  • Anrufen: Wähle die Polizei-Notrufnummer 133 auf Deinem Handy.