Fragen und Antworten

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Jungs sind Täter. Mädchen sind Opfer. Oder?

Nein, das stimmt nicht! Das heißt es gibt nicht nur Täter, sondern auch Täterinnen, die Gewalt anwenden. 

Die Vorstellung, dass die Opfer immer Mädchen sind, ist ebenso falsch. Zwar gibt es auch weibliche Opfer, vor allem wenn es um sexuelle Gewalt geht, aber sonst ist die Wahrscheinlichkeit Opfer von Gewalt zu werden für Jungs größer als für Mädchen. Bei Mobbing sind Jungs zwar öfter Täter, aber auch öfter Opfer.

Leider sind männliche Opfer noch immer ein Tabu-Thema und das erschwert den betroffenen Jungs, sich Hilfe zu holen. Sie fühlen sich als Opfer in ihrer Männlichkeit in Frage gestellt und wenn sie dann noch dazu Hilfe akzeptieren, denken sie den endgültigen Beweis zu haben, dass sie doch keine Männer sind.

Unser Tipp

Jede Person, die unterworfen, geschlagen oder erniedrigt wird, erlebt Angst, Hilflosigkeit und fühlt sich in ihrer Würde verletzt. Je rascher man reagiert, darüber spricht und erkennt, dass man keine Schuld und Verantwortung am Geschehen trägt, desto früher kann man diese Erfahrung hinter sich lassen und wieder mit Optimismus in die Zukunft blicken. Kluge Männer holen sich Hilfe und sind stärker als das Tabu, gegen das sie kämpfen.

Fazit: Brauchst du Hilfe, dann nimm sie in Anspruch. So beweist du deine Stärke.

Stand November 2020

Patronat
Quelle/n
Autor/-in
Heidi Bassin
Elisabeth Zurl-Zotter

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