Herkunft und Vorurteile

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Wenn man sich nicht willkommen fühlt

Wer häufig mit Vorurteilen und Diskriminierung konfrontiert wird, fühlt sich in der Gesellschaft nicht willkommen. Das ist schmerzhaft – und hinterlässt meistens Spuren...

David Alaba, ist ein österreichischer Profi-Fußballspieler, der sich öffentlich gegen Rassismus ausspricht. Im Goal-Interview meint er, dass wir herausfinden müssen, wie wir am Besten gegen Rassismus ankämpfen können. David Alaba engagiert sich im Kampf gegen Rassismus, da er der Ansicht ist, dass wir dafür keinen Platz haben, nicht im Fußball und auch nicht auf der Erde im Allgemeinen.

Wenn man die gleichen Vorurteile immer wieder hört, fängt man auch als Betroffene oder Betroffener an, sie zu glauben. Das ist, wie wenn man einem Kind immer wieder sagt, dass es dumm ist. Irgendwann hat es die Botschaft verinnerlicht.

Es gibt dann drei typische Reaktionen:

  1. Man glaubt daran und gibt auf: „Ja, es stimmt, ich kann das nicht, ich bin zu dumm dafür!
  2. Man versucht, allen zu beweisen, dass man nicht dumm ist.
  3. Man findet die Gesellschaft dumm, die so etwas sagt.

In allen drei Fällen steckt man in der Falle: das Thema „Dummheit“ lässt einen nicht los!

Auch bei MigrantInnen, die ja mit vielen Vorurteilen konfrontiert sind, kann man diese drei Reaktionen beobachten:

  1. Einige geben auf und denken, dass sie hier keine Chance haben.
  2. Einige versuchen, österreichischer als die Einheimischen zu werden.
  3. Und einige entwickeln eine Wut auf Österreich. Sie denken, dass sie eh nichts mehr zu verlieren haben. So kann Gewalt auch eine Reaktion auf Vorurteile sein.

Und das passiert so nicht nur bei Vorurteilen wegen der Herkunft und der Hautfarbe...