Herkunft und Vorurteile

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Wann kommen Vorurteile ins Spiel?

Eigentlich wissen wir, dass Vorurteile zu allgemein sind. Nicht alle ÖsterreicherInnen mögen „Wiener Schnitzel“. Nicht alle AusländerInnen sind gewalttätig. Und doch gibt es diese Momente, in denen uns der Gedanke durch den Kopf schießt: „Typisch ...!“ Warum nur?

Unser Gehirn speichert die Informationen über bestimmte Gruppen wie auf einer Speicherkarte. Diese Informationen sind aber häufig nicht sachlich und genau, sondern fokussieren eher das, was an einer Gruppe auffällt und stört. Hört oder liest man über eine Gruppe immer die gleiche Botschaft, fühlt man sich bestätigt, dass sie stimmt. So entsteht ein Vorurteil.

Jeder Mensch ist anders, ist individuell! Man entdeckt in jeder Person individuelle Stärken und positive Eigenschaften - das kommt der Wirklichkeit näher, als wenn man sie mit einem Vorurteil in eine Schublade steckt! Doch selbst, wenn persönliche Erfahrungen den negativen Berichten widersprechen, wird die Speicherkarte in unserem Kopf nicht einfach gelöscht: Wir erkennen zwar bewusst, dass die Vorurteile nicht für alle stimmen, sie haben aber trotzdem weiterhin einen starken, oft unbewussten Einfluss auf unser Denken und Handeln.

Besonders, wenn man gestresst ist oder sich angegriffen fühlt, denkt man „Typisch ...!

Fühlt sich die andere Person aufgrund unseres Vorurteils provoziert, kann die Situation eskalieren. Vorurteile können deshalb auch Gewalt auslösen – ein Grund mehr, Vorurteile zu hinterfragen und nicht laut zu äußern.

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