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Besuch bei der Frauenärztin/Beim Frauenarzt

Die Gründe für einen Besuch bei der Frauenärztin oder beim Frauenarzt (auch Gynäkologin oder Gynäkologe genannt) können ganz unterschiedlich sein...

Gründe können zum Beispiel sein:  sich ein Verhütungsmittel verschreiben lassen, Kontrolle der körperlichen Entwicklung, Schmerzen bei der Menstruation.
Viele Mädchen glauben, dass man das erste Mal zur Frauenärztin gehen muss, wenn man die Menstruation bekommt – das stimmt aber nur, falls du Probleme oder Sorgen hast, die du mit ihr besprechen möchtest. Ansonsten brauchst du nicht unbedingt zur Kontrolle gehen.

Der erste Besuch

Wann du zum ersten Mal zur Frauenärztin oder zum Frauenarzt gehen willst, ist deine Entscheidung. Spätestens jedoch mit 20 Jahren oder wenn du schon regelmäßig Sex hast, ist eine Kontrolluntersuchung alle 1 bis 2 Jahre empfehlenswert. 

Hast du dich für den ersten Termin entschieden? Such dir eine Frauenärztin, die sich genug Zeit für dich und deine Fragen nimmt. Du kannst vor dem ersten Termin auch einfach mal nur die Praxisräume abchecken, ob du dich dort wohlfühlst.

Der erste Besuch besteht meistens aus einem Gespräch. Du kannst alles fragen, was mit deinem Körper, mit Sexualität und mit Verhütung zu tun hat. Die Ärztin unterliegt der Schweigepflicht, d.h. was ihr besprecht, bleibt unter euch und sie gibt keine Informationen an andere weiter. Wenn du willst, kann eine Untersuchung an das Gespräch angeschlossen werden.

Vielleicht kann dir eine Freundin, deine Mutter oder Schwester einen Tipp geben, oder du lässt dir von einer Beratungsstelle in deiner Nähe eine Ärztin empfehlen. Vielleicht darfst du auch einfach mal bei einem Termin deiner Mama mitgehen. Wenn du dich dann sicherer fühlst, kannst du übrigens auch selbst eine Begleitperson zum Termin mitnehmen.

Was passiert bei der Untersuchung?

Der Besuch bei dem Frauenarzt/der Frauenärztin besteht aus zwei Teilen:

1. Das Beratungsgespräch 
Hier lernst du den Arzt/die Ärztin kennen und hast die Möglichkeit, Fragen zu stellen, deine Anliegen vorzubringen und dich beraten zu lassen.

Tipp: Die Frauenärztin/der Frauenarzt will dann meist wissen, wann du zum letzten Mal deine Menstruation hattest. Deswegen ist es immer ratsam einen Menstruationskalender zu führen. Den gibt es z. B. im Frauengesundheitszentrum gratis für dein Geldtascherl oder alternativ kannst du dir auch eine App fürs Handy herunterladen. Achtung: Da es hier um deine Gesundheitsdaten geht, achte besonders auf den Datenschutz der jeweiligen App.

2. Die körperliche Untersuchung
Du wirst gebeten, dich untenrum auszuziehen und nimmst auf dem Untersuchungsstuhl oder auf einer Liege Platz. Die Ärztin/der Arzt wird dich am Unterbauch und in der Scheide abtasten und ein sogenanntes Spekulum in deine Scheide einführen, mit dem sie/er den Muttermund (Eingang zur Gebärmutter) sehen kann. Bevor sie das tut, fragt sie/er dich immer, ob das für dich ok ist. Du kannst dazu auch NEIN sagen. Außerdem kann sie/er einen Ultraschall machen, um sich deine inneren Geschlechtsorgane näher anzuschauen. Das ist auch für dich ziemlich spannend, denn du kannst das Ganze auf einem Bildschirm mitverfolgen. Vielleicht hast du Glück und du entdeckst sogar eine Eizelle auf ihrer Wanderung. Bei den ersten Malen kann so eine Untersuchung neu und ein bisschen unangenehm sein, aber man gewöhnt sich schnell daran. Wenn du Schmerzen hast, dann sage es unbedingt. Wenn du noch keinen Sex hattest, dann wird die Frauenärztin/der Frauenarzt übrigens ganz besonders vorsichtig sein oder dich nur von außen untersuchen. Nach der Untersuchung kannst du dich wieder anziehen, bevor die Ärztin/der Arzt noch deine Brüste abtastet. Meistens musst du dafür nur den BH unter dem T-Shirt öffnen. Jedenfalls wirst du niemals ganz nackt sein während der Untersuchung. Bitte die Ärztin/den Arzt dir zu erklären, was und warum sie/er das macht. Du kannst jederzeit Fragen stellen, wenn du etwas genau wissen willst.

Hier findest du weitere Fragen und Antworten zum ersten Besuch bei der Frauenärztin oder dem Frauenarzt.

Stand: April 2020

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