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Innere Sexualorgane

Quelle: AdobeStock

Willst du erfahren wie es im Innern von Mädchen und Frauen aussieht?

Ein kleines Tool zeigt dir auf einen Blick die inneren Geschlechtsorgane einer Frau...

Eierstöcke

Zwei Eierstöcke liegen im oberen Bereich des Beckens. Diese beherbergen alle Eizellen eines Mädchens, die bereits seit der Geburt angelegt sind. Weil sich keine Eizellen mehr nachbilden, haben wir schon bei Geburt für unser ganzes Leben genug davon: nämlich bis zu 800.000 Eizellen, etwa 400.000 pro Eierstock. 

Sobald während unseres Zyklus, unseres monatlichen Kreislaufs, der Körper mehr Geschlechtshormone ins Blut abgibt, beginnen in den Eierstöcken einige Eibläschen zu reifen. Daraus entwickelt sich in der Regel eine fruchtbare Eizelle, in seltenen Fällen zwei. Unsere beiden Eierstöcke wechseln sich ab, in seltenen Fällen werden beide aktiv. Dann können z.B. zweieiige Zwillinge entstehen.

Eileiter

Eileiter gibt es wie Eierstöcke ebenfalls zwei, auf jeder Seite einen. Nach dem Eisprung, bei dem eine reife Eizelle aus dem Eierstock herausspringt, wird diese vom Eileitertrichter aufgefangen und gelangt durch die Eileiter in Richtung Gebärmutter. Die Eizelle ist auf ihrer Wanderung durch die Eileiter etwa 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig, das heißt nur in dieser Zeit könnte sie mit einer Samenzelle des Jungen/ Mannes verschmelzen. Leider wissen die meisten Mädchen und Frauen nicht genau, wann diese Zeitspanne ist und die Samenzellen können ebenfalls bis zu 7 Tage in der Gebärmutter überleben – weshalb du immer verhüten solltest, wenn du Sex hast und nicht schwanger werden möchtest.

Gebärmutter

Sie liegt in der Mitte des Unterleibs, ist ungefähr so groß wie eine Faust und hat etwa die Form einer auf dem Kopf stehenden Birne. Die Gebärmutter ist ein Muskel, sie kann sich ausdehnen und zusammenziehen. Sie ist sehr stark – schließlich kann sie bei der Geburt ein ganzes Baby nach draußen pressen. Ihre Wände sind sehr elastisch und mit einer Schleimhaut überzogen. Die Schleimschicht ist durch viele feine Blutgefäße mit der Gebärmutter verbunden.

Während deines Zyklus, also des monatlichen weiblichen Kreislaufs, wird deine Schleimhaut bis zu viermal dicker und gut durchblutet. Falls in dieser Zeit beim Sex eine Eizelle mit einer Samenzelle verschmilzt, ist die Gebärmutter bereit diese aufzunehmen und in ihrer Schleimhaut zu beherbergen – so entsteht eine Schwangerschaft. Ist eine Frau schwanger, wächst der Fötus, das Baby gut geschützt in der Fruchtblase innerhalb der Gebärmutter heran. Kommt es zu keiner Schwangerschaft – also die meiste Zeit unseres Lebens –, löst sich die Schleimhaut von deiner Gebärmutterwand und gelangt als Menstruationsblut durch Muttermund und Scheide nach außen – du hast dann deine Tage. Die Gebärmutter baut die Schleimhaut nämlich jeden Monat frisch auf und wird sie, falls nicht gebraucht, durch die Menstruation einfach wieder los, damit der Aufbau von Neuem beginnen kann.

Muttermund

Der Muttermund ist der Eingang zur Gebärmutter. Diesen kannst du am Ende deiner Scheide sogar ertasten – er fühlt sich an wie eine Nasenspitze. Der Muttermund ist meist geschlossen und zusätzlich noch durch einen Schleimpfropfen geschützt, damit durch die Scheide keine Bakterien ins Innere deines Körpers gelangen können. Nur in der fruchtbaren Phase des Mädchens verflüssigt sich der Schleimpfropfen und wird durchlässig für Samenzellen. Und während der Geburt eines Babys öffnet sich auch der Muttermund. Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass die Hebamme ertastet, wieviel cm der Muttermund bereits geöffnet ist und daran feststellen kann, wie weit die Geburt fortgeschritten ist.

Weil der Muttermund eben normalerweise verschlossen ist, brauchst du dir keine Sorgen zu machen, dass z. B. ein Tampon zu weit hineinrutschen und im Inneren deines Körpers verloren gehen kann. Die Scheide ist nämlich nur etwa 10 cm lang, das ist etwa die Länge deines Zeigefingers.

Stand: April 2020

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Autor/-in
Hanna Rohn

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