Tipps gegen Gewalt

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Wenn Gruppen benachteiligt und unterdrückt werden

Viele Jugendliche mit ausländischem Hintergrund sind bei der Lehrstellensuche benachteiligt. Andere Jugendliche werden wegen ihrer Hautfarbe oder anderer Merkmale angemacht oder angepöbelt.

Wenn Jugendliche oder Erwachsene wegen eines Merkmals benachteiligt werden, spricht man von Diskriminierung. Wer andere diskriminiert, hat meistens die falsche Vorstellung, dass es Menschen gibt, die weniger wert sind als er/sie selber. Schon diese Einstellung verletzt die allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Sie sagt, dass alle Menschen gleichwertig sind.

Wer andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft oder sonstiger Merkmale öffentlich beleidigt, verletzt und unterdrückt, macht sich zudem strafbar.

Solche Merkmale können z.B. Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Orientierung  Sexuelle Orientierung ist der Überbegriff für die verschiedenen Neigungen, die Jugendliche und Erwachsene in Bezug auf die Wahl ihrer Liebes- und Sexualpartner haben. Viele fühlen sich von Partnern des andern Geschlechts angezogen, andere verlieben sich in Menschen des gleichen Geschlechts (Homosexualität, schwul, lesbisch) Religion, Alter und Behinderung sein.

Diskriminierung geschieht durch verschiedene Handlungen:

  • Unterscheiden - wenn z.B. nur dunkelhäutige Jugendliche von der Polizei kontrolliert werden.
  • Ausschließen - wenn Jugendliche in einer Disco keinen Zutritt bekommen, weil sie aus dem Balkan stammen.
  • Einschränken – wenn schwule und lesbische Jugendliche keine Bewilligung für eine Party bekommen.
  • Bevorzugen – wenn ein Betrieb nur Jugendliche aus Österreich ausbildet.
  • Behindern - wenn eine Jugendliche im Rollstuhl nicht selbständig die Schule besuchen kann, weil diese nicht barrierefrei gestaltet ist.

Manchmal führen auch Gesetze oder Regeln zu Diskriminierung von Menschengruppen.
Strukturelle Gewalt: Es kommt vor, dass eine Organisation durch Regeln bestimmte Jugendliche systematisch benachteiligt.

Strukturelle Gewalt liegt auch vor, wenn durch Gesetze eines Staats einzelne Bevölkerungsgruppen benachteiligt, verfolgt oder unterdrückt werden.

Tipps

Diskriminierung beginnt im Kopf und beim Reden über andere. Diskriminierung tut weh und ist ungerecht. Deswegen ist es wichtig, dass du dich gegen Vorurteile und verachtende Bemerkungen über bestimmte Menschengruppen wehrst. Wenn du beobachtest, dass ein Kollege oder eine Kollegin diskriminiert wird, sprich das z.B. in der Schulklasse an. Andere Ideen findest du unter „Gewaltprobleme ans Licht bringen!“ sowie „Ideen für Anti-Gewalt-Projekte

Fühlst du dich selber wegen deiner Herkunft, Hautfarbe oder anderer Merkmale benachteiligt? Die obigen Tipps gelten auch für dich. Sprich zudem mit Freunden darüber und überprüfe, ob dein Eindruck stimmt. Mache Menschen, die dich diskriminieren, darauf aufmerksam. Hole dir Unterstützung ! In der Schule: Schulleitung, VertrauenslehrerInnen, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie
Im Betrieb: Vorgesetzte (außer wenn sie selber diskriminieren), Personalabteilung, Arbeiterkammer

Siehe auch:

Diskriminierung und Rassismus/amnesty.at
www.zara.or.at
www.argejugend.at

Patronat
Autor/-in
Haennes Kunz
Revisor/-in
Stefan Christen / Jürg Engler