Verhütung

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Weniger verbreitete Verhütungsmethoden

Bei den weniger verbreiteten Verhütungsmethoden handelt es sich um eine Reihe von Verhütungsmitteln, die nicht mehr oft verwendet werden, weil sie zu wenig sicher sind oder zu starke Nebenwirkungen haben. 

  

Dreimonatsspritze

  • Pearl-Index: 0.1-1.2 (das bedeutet, 1 bis 1.2 von 100 Frauen werden trotz Dreimonatsspritze schwanger)
  • Kosten: rund 30€ für drei Monate

Das Präparat enthält ein lang wirkendes Hormon, das in den Gesäßmuskel gespritzt wird und von dort langsam in den Kreislauf gelangt. Die Wirkung ist die gleiche wie bei der Pille. Nach zehn Wochen sinkt der Hormonspiegel wieder ab und die Spritze muss wiederholt werden.

Mögliche Nebenwirkungen: Unregelmäßige oder gänzlich ausbleibende Blutungen, Brustspannen, Gewichtszunahme und Stimmungsschwankungen treten häufig auf. Nach Absetzen der Spritze kann es einige Zeit dauern, bis sich der Zyklus normalisiert hat und wieder regelmäßige Eisprünge stattfinden.

Chemische Verhütungsmittel: Gels und Cremes

  • Pearl-Index: 4-25 (das bedeutet, 4 bis 25 von 100 Frauen werden trotz Anwendung schwanger)

Die meisten chemischen Methoden funktionieren auf ähnliche Weise: Sie bestehen aus einer wachs - oder gelartigen Substanz, die sich durch die Körperwärme in der Scheide auflöst und einen zähen Schleim vor dem Muttermund bildet. Die meisten chemischen Mittel enthalten den Wirkstoff Nonoxinol, welcher die Samen abtötet.

Die natürlichen Mittel enthalten Zitronen- oder Milchsäure und hemmen die Beweglichkeit der Samenzellen. Sie sind weniger sicher aber auch weniger belastend für die Gesundheit.

Damit sich die Substanz vollständig auflösen und ihre Wirkung entfalten kann, müssen die Mittel zehn Minuten vor jedem Geschlechtsverkehr angewendet werden.

Grundsätzlich sind diese Mittel als alleinige Verhütungsmethode nicht sicher und deshalb nur in Kombination mit einer anderen Methode, wie zum Beispiel dem Diaphragma zu empfehlen.

Mögliche Nebenwirkungen: Die chemischen Mittel mit Nonoxinol können die Scheide und den Penis reizen. Cremes, die nicht auf Wasserbasis entwickelt wurden, dürfen nicht zusammen mit einem Kondom verwendet werden, denn die Fette und Öle darin können den Gummi schwächen und dazu führen, dass er reißt.

Coitus Interruptus

  • Pearl-Index: 35 (das bedeutet, 35 von 100 Frauen werden trotz Coitus Interruptus schwanger)

Der Begriff Coitus Interruptus stammt aus dem Lateinischen: Coitus = Geschlechtsverkehr und Interruptus = abgebrochen und wird auch "abgebrochener Geschlechtsverkehr", "Aufpass-Methode" oder "Rückzieher" genannt.

Beim Coitus Interruptus zieht der Junge oder Mann den Penis vor dem Samenerguss aus der Scheide, um zu verhindern, dass die Samenflüssigkeit in die Scheide bzw. später in die Gebärmutter gelangt.

Der Coitus Interruptus ist eine sehr unsichere Verhütungsmethode! Vor allem bei Sex mit jungen Männern ist sie völlig ungeeignet, da diese oft zu erregt sind, um ihren Penis rechtzeitig zurückzuziehen.

Zudem können sich auch in Vor- oder Lusttröpfchen bereits Samenzellen befinden und zu einer Schwangerschaft führen.