Verhütung

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Das Kondom / Präservativ

Das Kondom/Präservativ ist (neben dem Femidom) das einzige Verhütungsmittel, welches gleichzeitig vor einer Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten und einer unerwünschten Schwangerschaft schützt. Denn das Kondom sorgt dafür, dass der Samen gar nicht in die Scheide gelangt.

Pearl-Index: 0.9-14 (das bedeutet, 0.9 bis 14 von 100 Frauen werden trotz Kondom schwanger)
Kosten: zwischen 5,- und 17 Euro je nach Packungsgröße (5-18 Stück).

Kondome gibt es in verschiedenen Größen und Farben. Einige haben sogar spezielle Formen und Aromen. Für den Analverkehr gibt es zudem etwas dickere Kondome.

Gekauft werden können sie in großen Supermärkten, an Automaten, in Warenhäusern, Drogerien und Apotheken.

Achte beim Kondomkauf auf das Gütesiegel ("CE"), da Kondome ohne dieses Qualitätsmerkmal nicht geprüft und entsprechend weniger verlässlich sind. Auch das Haltbarkeitsdatum solltest du beachten und ein Kondom nicht verwenden, wenn dieses schon abgelaufen ist.

Das Kondom hat keine schädlichen Neben- oder Nachwirkungen. Wenige Menschen reagieren allergisch auf Gummi. Für sie gibt es spezielle Kondome aus Kunststoff.

Wie es funktioniert

Das Kondom wird über den steifen Penis gerollt, bevor dieser in Kontakt mit der Scheide kommt. Die Handhabung ist leicht, braucht aber etwas Übung. Deshalb ist es empfehlenswert, sich bereits vor dem ersten Geschlechtsverkehr mit dem Kondom vertraut zu machen.

Richtig aufbewahrt und angewendet sind Kondome sicher. Wichtig ist die richtige Größe. Zu kleine Kondome können während des Geschlechtsverkehrs reißen und zu große Kondome können in der Scheide unabsichtlich abgestreift werden.

Kondomverpackungen enthalten in der Regel Anweisungen, wie die Kondome zu verwenden sind.

Gleitmittel

Solltet ihr ein Gleitmittel verwenden (empfohlen vor allem beim Analverkehr oder beim Sex mit einer Partnerin, deren Scheide nur wenig oder gar nicht feucht wird), achtet darauf, dass dieses auf Wasserbasis hergestellt ist.

Verwendet keine öl- oder fetthaltigen Cremen oder Lotionen (Vaseline, Nivea, Massageöl, Butter, Salatöle oder ähnliche). Diese greifen das Kondom an, und es verhütet nicht mehr sicher.

Während einer Behandlung mit Scheidenzäpfchen oder Cremen, welche auf Penis oder Scheide aufgetragen werden, gilt dasselbe.

Kondom für die Frau (Femidom)

  • Pearl-Index: 0.9-14 (das bedeutet, 0.9 bis 14 von 100 Frauen werden trotz Femidom schwanger)
  • Kosten: ca. 12 € für 3 Stück

Das Kondom für die Frau besteht aus einer Kunststoffhülle und einem Ring. Es wird in die Scheide eingeführt und mit dem Ring, welcher sich lose in der Hülle befindet, fixiert.

Es verhindert (gleich wie das Kondom), dass Spermien über den Muttermund in die Gebärmutter gelangen können und ist neben dem Kondom das einzige Verhütungsmittel, welches vor einer Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten schützt.

Die Handhabung des Kondoms für die Frau ist nicht ganz einfach. Aus diesem Grund, und weil es ziemlich teuer ist (jedes Femidom kann nur ein Mal verwendet werden), hat es bislang keine große Verbreitung gefunden.

Auch das Kondom für die Frau hat keine schädlichen Neben- oder Nachwirkungen.