Sexuelle Gewalt

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Mit sexuellen Fantasien umgehen

Sexuelle Fantasien haben den Sinn, sexuell zu erregen. Manchmal passieren darin komische oder beängstigende Dinge: Solange du die nicht in Wirklichkeit umsetzen willst, ist das kein Problem.

Sexuelle Fantasien sind für die sexuelle Erregung wichtig. Sie zeigen dir, worauf und auf wen du beim Sex Lust hast (mehr). Wie kommt es zu deinen sexuellen Fantasien? Sie haben viel damit zu tun, wie du gelernt hast, deinen Körper bei der sexuellen Erregung einzusetzen – also zum Beispiel, ob und wie sehr du dich bewegst, wie sehr du deine Muskeln anspannst und welche Berührungen für dich wichtig sind.

Wenn du neue Methoden der Erregung lernst, kannst du deine sexuellen Fantasien stark beeinflussen (lilli.ch: Tipps für die Selbstbefriedigung für Frauen / Selbstbefriedigung: Tipps für Männer).

Manche Jugendliche entdecken, dass sie sexuelle Fantasien besonders erregend finden, die moralische Grenzen und Gesetze überschreiten, zum Beispiel Fantasien, in denen jemand Anderes gequält wird oder in denen Tiere eine Rolle spielen. Solche Fantasien zu haben, ist nicht strafbar. Strafbar wäre, diese Fantasien tatsächlich in die Tat umzusetzen. Die meisten Menschen können aber Wirklichkeit und Fantasie unterscheiden. Das heißt: So sehr sie eine Fantasie erregt, sie würden sie nicht in die Wirklichkeit umsetzen wollen.

Problematisch wird es, wenn du dich ausschließlich an der Vorstellung von solchen Sexualstraftaten erregen kannst, wenn du diese Fantasien immer weiter ausbaust und wenn du dir allenfalls auch noch vorstellst, wie du sie in Wirklichkeit umsetzen kannst.

In diesem Fall brauchst du professionelle Hilfe und solltest dich an eine Beratungsstelle wenden, bevor du Probleme bekommst. 

Patronat
Autor/-in
Annette Bischof-Campbell
Ingrid Hülsmann