Sexuelle Gewalt

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Wer sind TäterInnen?

Jugendliche erfahren sexuellen Missbrauch häufig von etwa gleichaltrigen Bekannten oder LiebespartnerInnen.

Wer sind die TäterInnen? Eine Antwort zu dieser Frage bietet eine Befragung von Neuntklässlern im Rahmen der Optimus Studie Schweiz. Im Rahmen dieser Studie wurden 2009 fast 7'000 SchülerInnen der neunten Klasse befragt. Zudem wurden Kinderschutzorganisationen über Fälle, die ihnen gemeldet wurden, befragt.

Es zeigte sich in dieser Befragung, dass die sexuelle Gewalt in fast der Hälfte der Fälle durch LiebespartnerInnen, ExpartnerInnen oder Dates verübt wurde. Nur 9% gaben ein Familienmitglied als Täter an. Die Mehrheit der Opfer sagte zudem, dass die Tat durch Jugendliche (14–18 Jahre) ausgeübt worden sei (mehr). Die Umfrage bei Kinderschutzorganisationen im Rahmen der Optimus Studie ergab ähnliches: Bei den hier gemeldeten Fällen waren die TäterInnen in 39% Personen in ähnlichem Alter, bei 19% waren es Fremde und bei 22% Familienangehörige.

Die Täter sind gemäß der Schüler/-innen-Umfrage überwiegend männlich. Jungen gaben jedoch häufiger an, Übergriffe von weiblichen Personen erlebt zu haben.

Schüler/-innen, die angaben, schon einmal sexuelle Gewalt ausgeübt zu haben, waren überdurchschnittlich oft in andere Formen von Gewalt involviert, konsumierten eher illegale Drogen und verbrachten mehr Zeit im Internet. Sie hatten als Kinder auch öfter selbst Gewalt erlebt oder waren vernachlässigt worden.

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