Gesundheit und Krankheit

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Kassen-, Wahl- oder Privatärzt:in

Quelle: Online Marketing/ ©Unsplash

Wir haben das Recht, unsere Ärzt:innen selbst zu wählen. Uns stehen Kassen-, Wahl-, oder Privatärzt:innen zur Verfügung. Wie unterscheiden sie sich, und was müssen wir bei der Bezahlung der Kosten beachten?

Prinzipiell gilt: Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten wir unbedingt schon vor Behandlungsbeginn mit Ärztin oder Arzt klären, welche Kosten auf uns zukommen! Denn diese können höchst unterschiedlich sein.

Wenn wir zu Kassenärzt:innen gehen, entstehen uns als Patient:innen für Kassenleistungen keine Kosten. Denn Kassenärzt:innen haben einen Vertrag mit der Krankenversicherung, die die Kosten für uns übernimmt. Einige Krankenversicherungsträger heben für ärztliche Hilfe jedoch eine Kostenbeteiligung, auch Selbstbehalt genannt, ein.

Es gibt medizinische Leistungen, die von den Krankenversicherungsträgern nicht bezahlt werden, etwa Sportuntersuchungen, da diese medizinisch nicht notwendig sind und Zusatzuntersuchungen bei Vorsorgeuntersuchungen, die bei der üblichen Vorsorgeuntersuchung nicht vorgesehen sind.

Übrigens: Es gibt in Österreich mehrere Krankenversicherungsträger (ÖGK, BVAEB, SVS). Bei welchem man versichert ist, kann man sich nicht aussuchen, da es vom jeweiligen Dienstgeber abhängt. Welche Leistungen Ihre Krankenversicherung abdeckt, können Sie bei Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt oder bei Ihrem Krankenversicherungsträger erfragen.

Wahlärzt:innen legen die Höhe ihre Honorare frei fest. Sie sind an keine Tarife oder Verträge gebunden. Wir zahlen sie aus eigener Tasche. Die Rechnung können wir im Nachhinein bei unserem Krankenversicherungsträger einreichen. Er erstattet uns einen Teil der Kosten zurück. Für die meisten Leistungen haben wir bei der Kostenrückerstattung Anspruch auf 80 Prozent des Betrags, den unser Krankenversicherungsträger seinen Vertragsärzt:innen für die gleichen Leistungen zahlen würde. Die restlichen 20 Prozent zieht er für den erhöhten Verwaltungsaufwand ab – wir müssen ihn als Selbstbehalt selbst zahlen.

Ein Beispiel:
Wir zahlen für einen Wahlärzt:innenbesuch 140€ aus eigener Tasche. Unsere Krankenversicherung hat für die gleichen Leistungen mit ihren Vertragspartner:innen einen Tarif von 100€ festgelegt. Diese 100€ verringern sich um einen Selbstbehalt von 20 Prozent, also um 20€. Schlussendlich bekommen wir 80€ von unserem Sozialversicherungsträger zurück. 60€ zahlen wir für den Ärzt:innenbesuch selbst.

Auch die Privatärzt:innen legen die Höhe ihrer Honorare selbst fest. Es gibt keine Ober- oder Untergrenze für sie. Gehen wir zu Privatärzt:innen, haben wir kein Recht auf Kostenrückerstattung.

Möchten Sie wissen, ob ein Honorar angemessen ist? Sie können sich an den Empfehlungstarifen der Ärztekammern in den Bundesländern sowie der Österreichischen Ärztekammer orientieren.

Stand: Dezember 2022

 

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