Mama oder Papa trinkt zu viel Alkohol

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Was ich tun kann

Quelle: pexels © Julia M Cameron

Du hast das Recht, darüber zu sprechen und es ist wichtig, dass du dies tust und dir Hilfe holst, wenn du welche brauchst. 

Sprich darüber!

Wenn du mit anderen darüber sprichst, bist du schon mal nicht mehr allein mit dem Problem!
Vielleicht würdest du deinem Vater oder deiner Mutter gerne sagen, dass du es nicht magst, wenn er oder sie trinkt. Wenn das so ist, dann wäre es gut, wenn du zuerst mit einer anderen Person darüber sprechen kannst, bevor du deinen Vater oder deine Mutter darauf ansprichst. Das wird dir helfen, dich auf das Gespräch vorzubereiten. Wähle einen ruhigen Moment für das Gespräch, wenn ihr euch gerade gut versteht. Sag, wie es dir geht.

Kannst du mit dem Elternteil, der nicht trinkt, darüber sprechen? Wenn ja, dann sag ihm, was dir Sorgen und was dir Angst macht, was du hasst. Hab keine Bedenken zu sagen, wie es dir geht. Du hast das Recht dazu.

Hast du Freund:innen, mit denen du darüber sprechen kannst?

Du kannst auch mit jemandem außerhalb deines Zuhauses darüber reden, zum Beispiel mit deiner Großmutter oder deinem Großvater, oder mit einer anderen erwachsenen Person, die du gern hast (Lehrer:in, Nachbar:in usw.).
Dein Kinderarzt oder deine Kinderärztin und andere Fachleute sind dazu ausgebildet, auf Fragen rund um Sucht zu antworten. Du findest die Kontaktdaten von Beratungsstellen in ganz Österreich in unserer Rubrik „Beratung und Hilfe“.

Und falls du darüber sprechen magst, aber nicht weißt mit wem, dann kannst du gratis und anonym die Telefonnummer 147 anrufen oder dich über die Homepage „Rat auf Draht“ im Chat beraten lassen. 

Das Wichtigste ist, dass du nicht alleine bleibst! 
Versuch, dich mit Leuten auszutauschen, denen du deine Sorgen und Probleme anvertrauen kannst. 

Nimm dir Zeit für dich, triff Freund:innen!

In deinem Alter geht das eigene Leben erst so richtig los. Und auch wenn es zuhause schwierig ist, darfst du Spaß haben und dich mit Freund:innen treffen! Es ist sogar sehr wichtig, dass du eine Freizeit hast. Erlebst du schöne Momente, wird es dir gut gehen und das wird dir wiederum helfen, dich in schwierigen Momenten stärker zu fühlen. Wenn du etwas für dich tust, bedeutet das nicht, dass du deine Familie vergisst.
Du kannst einem Hobby nachgehen: eine Sportart, ein Instrument, Zeichnen – Alles, was dir Freude bereitet, ist erlaubt!

Nutze Aktivitäten, die von der Schule angeboten werden, falls es welche gibt.
Triff dich mit Freund:innen. Vielleicht magst du deine Freund:innen nicht zu dir nach Hause einladen, weil du fürchtest, dass sie deine Mutter oder deinen Vater betrunken sehen. Dann versuche dich so zu organisieren, dass ihr euch bei ihnen zu Hause trefft.
Frag deine Eltern, ob du an einem Ferienlager teilnehmen kannst, wo du mit anderen in deinem Alter zusammen bist.

Im Notfall

Es kann gut sein, dass du deinen Vater oder deine Mutter nicht mehr wieder erkennst, wenn er oder sie betrunken ist. Damit du vorbereitet bist, falls du in eine heikle Situation gerätst (Streit, Sturz, Unfall, Gewalt), raten wir dir:
– Lerne die Telefonnummer einer Person auswendig, der du vertraust und die du immer und jederzeit anrufen kannst.
– Schreibe die Nummer der Polizei (133) und Rettung (144) in einem Notizbuch auf oder speichere sie in deinem Handy.

Dein Selbstwertgefühl stärken

Damit es einem gut geht und man schwierige Momente im Leben meistern kann, braucht es ein starkes Selbstwertgefühl. Das heißt, sich zu mögen, wie man ist, mit seinen Stärken und seinen Schwächen. Hier kannst du mehr über Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen erfahren und auch Tests zum Thema machen. 

Stand: Dezember 2021

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