Gemeinsam gegen Gewalt

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Was tun, wenn die Eltern das Problem sind?

Wenn Du unter Gewaltproblemen leidest, aber mit Deinen Eltern nicht darüber reden kannst, wenn Deine Eltern Dir gegenüber Gewalt anwenden oder wenn Deine Eltern Deine Probleme mit Gewalt nicht ernst nehmen, dann gibt es trotzdem Menschen, die Dir helfen wollen und können.

Für viele Jugendliche sind die Eltern die erste Anlaufstelle, wenn es um schwerwiegende Probleme geht.

Was kannst Du aber tun, wenn Dich Deine Eltern nicht unterstützen oder sogar das Problem sind? Das ist zwar eine verzweifelte Situation, sie mag Dir manchmal sogar ausweglos erscheinen: Aber ausweglos ist Deine Situation trotzdem nicht. Es gibt erwachsene Menschen und professionelle Beratungsstellen, die Dir helfen wollen und können.

Es ist natürlich eine heikle Sache, wenn man über Probleme reden muss, die man mit den eigenen Eltern hat. Vielleicht erlebst Du Loyalitätskonflikte, ja sogar Schuldgefühle, wenn Du das tust. Aber es ist Dein gutes Recht ohne Gewalt zu leben! Du hast das Recht darauf, dass Deine Eltern Dir dabei helfen. Und wenn sie es nicht tun, hast Du das Recht darauf, dass andere Menschen Dir helfen.

Zögere also nicht, Hilfe zu suchen. Wenn Du eine erwachsene Autoritätsperson kennst, suche das Gespräch mit Ihr. Das könnte eine Lehrperson sein, der Du vertraust, oder Deine Hausärztin, Dein Hausarzt, Sozialarbeitende Deines Jugendtreffs oder Schulsozialarbeiter/innen. Mache mit Deiner Vertrauensperson einen Termin für das Gespräch aus. Sag Ihr dann gleich am Anfang, dass es sich um ein schwieriges Thema handelt – und dass der Inhalt vertraulich behandelt werden muss! – Du wirst auf offene Ohren stoßen!

Falls Du in Deinem Umfeld niemanden findest, dem Du Dich anvertrauen kannst, verzweifle nicht. Es gibt Jugendberatungsstellen und Telefonberatungen. Den Mitarbeitenden all dieser Stellen kannst Du Dich guten Gewissens und ohne Angst anvertrauen. Sie unterliegen der Schweigepflicht.