Cybermobbing

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Als Opfer richtig reagieren

Du wurdest im Internet oder per Handy über einen längeren Zeitraum absichtlich angegriffen, also beleidigt, bloßgestellt, bedroht oder belästigt. Trifft das auf dich zu, ist es wichtig, dass du reagierst.

Folgende Maßnahmen haben sich bewährt, wenn man bereits Opfer von Cybermobbing ist:

  • Sichere Beweise: Die Angriffe müssen dokumentiert sein. Stelle sicher, dass die belästigenden Nachrichten/SMS/Fotos so gespeichert sind, dass du sie wiederfindest. Du musst sie aber nicht lesen oder anschauen! Mache Screenshots von Chatverläufen. Falls rechtliche Schritte notwendig sind, kann die Schule oder die Polizei aufgrund dieser Beweise gezielt handeln. Diese Beweise sind auch für die Glaubwürdigkeit deiner Aussagen wichtig.
  • Blockiere oder melde den/die Cyber-Mobber*in: Täter*innen können aus der Freundschaftsliste gelöscht bzw. blockiert werden. Das kannst du in fast jedem sozialen Netzwerk machen. Nach einer Blockierung können von dieser Person keine Nachrichten sowie Posts mehr erhalten werden. In manchen Communities können zudem User*innen gemeldet und so ausgeschlossen werden.
  • Antworte nicht: Antworte niemals auf provozierende oder beleidigende Nachrichten, egal ob diese via Handy, E-Mail oder auf einer Community-Plattform eingegangen sind. Denn genau eine solche Reaktion will der/die Täter*in provozieren, dich sozusagen aus der Reserve locken und wird sich so bestätigt fühlen. Diese Nachrichten zu ignorieren, kann schwerfallen, aber irgendwann wird die mobbende Person das Interesse verlieren und die Belästigungen stoppen.
  • Du bist nicht allein: Cybermobbing ist weit verbreitet. Schulsozialarbeiter*innen, Expert*innen bei „Rat auf Draht“ (Telefonnummer 147) oder Internetberatungsportale wie z.B. saferinternet.at oder stopline.at sind für das Problem sensibilisiert und wissen, wie sie in solchen Fällen handeln müssen.
  • Erzähl es jemandem: Es kann unheimlich entlastend sein, das was dir passiert einer Person zu erzählen, der du vertraust. Das können Eltern, Freund*innen, Lehrer*innen, Jugendbetreuer*innen oder Expert*innen von Beratungsstellen sein.

Cyber-Mobbing-Vorfälle können auch strafbare Handlungen sein. Dazu ist es manchmal notwendig die Polizei einzuschalten.

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