Wie stehst du zu Risiko?

Inhalt

Soziale Netzwerke

Wie ist deine Haltung zu sozialen Netzwerken?

1) Risikovermeidung:

„Für mich ist Insta/Snapchat/Whats app/Facebook/Tik Tok nichts. Da kann so viel passieren! Ich bleibe lieber offline und habe wirkliche Freunde!“

Wirkliche Freunde sind extrem wichtig in unserem Leben. Wenn du dich oft mit deinem Freundeskreis treffen und austauschen kannst ist das super. Manchmal, wenn wir z.B. krank sind oder die Schule oder den Wohnort wechseln, können soziale Netzwerke uns dabei helfen, den Kontakt zu den realen Freunden aufrechtzuerhalten. Es ist aber auch wichtig, bei sozialen Netzwerken bewusst und vorsichtig mit seinen Daten umzugehen.

2) Risikominimierung:

„Man muss schon sehr vorsichtig sein mit Insta/Snapchat/Whats app/Facebook/Tik Tok! Ich habe meine Privatsphäre Einstellungen sehr eingeschränkt und stelle auch keine Bilder von mir hoch. Infos über mich gibt es auch nur solche, die allgemein bekannt sind.“

Eine sehr gute Einstellung! Privat hast du die Wahl, mit wem du kommunizieren möchtest und bist so vor unangenehmen Zeitgenossen sicher. Außerdem wirst du auch nicht von hunderten Botaccounts belästigt. (Bots sind automatisch von Programmen hergestellte Accounts, meist mit einem Foto, das dich auf eine Website locken soll, die mit Viren oder Trojanern verseucht ist und dein Handy ausspioniert.)

3) Risikoverdrängung:

„Es gehört halt einfach dazu, in Insta/Snapchat/Whats app/Facebook/Tik Tok dabei zu sein. Ich mach mir da keinen Kopf! Was soll schon schief gehen, wenn so viele mitmachen? Da muss man ja fast auch dabei sein!“

Du hast Recht, es sind viele Menschen auf Instagram, Snapchat, Whats app, TikTok oder Facebook unterwegs. Wenn du die meisten sozialen Kontakte persönlich kennst, ist das auch völlig ok. Vorsicht ist dann geboten, wenn sich Unbekannte über soziale Netzwerke an dich wenden. Das kann harmlos sein, es gibt aber auch Pädophile und Menschen mit kriminellen Zielen (Erpressung), die sich als jemand anderen ausgeben als sie sind.

4) Risikogenuss / Flow:

„Ich finde es cool, wie ich mit meinen Freunden Kontakt halten kann auf Facebook, auch wenn wir manchmal weniger Zeit miteinander verbringen können, auch die vielen interessanten Links, Bilder und Videos sind immer eine Bereicherung.“

Genau dafür sind soziale Netzwerke gedacht! Sie spiegeln deine sozialen Kontakte wider und bereichern dich durch die vielen Infos zu den Themen, die euch im Internet interessieren. Natürlich ist es immer gut, darauf zu schauen, welche Videos, Bilder oder Links deine Freunde teilen, weil niemand davor gefeit ist Fehler zu machen und sich Schwierigkeiten einzuhandeln, z.B. mit einem Hassposting oder einem Foto von einer Person, die eine Veröffentlichung nicht will.

5) Risikokick:

„Für mich ist Insta/Snapchat/WhatsApp/Facebook/Tik Tok unglaublich aufregend. Ich habe so viele neue Leute kennengelernt, ich habe auch mehrere accounts laufen mit verschiedenen Identitäten. Da kann ich Sachen ausprobieren, die ich mir so im echten Leben gar nicht leisten kann.“

Es ist sicher aufregend, sich im Internet wie bei einem Rollenspiel eine „beschönigte“ Version seiner selbst zu schaffen. Wenn du dabei für Andere erkennbar bleibst, ist dagegen nichts auszusetzen. Anderen hingegen vorzugaukeln jemand anderer zu sein, um sich Vorteile daraus zu verschaffen oder Informationen zu bekommen, ist aber auch rechtlich und menschlich sehr problematisch. Such dir den Kick doch eher in einem echten Rollenspiel.

6) Risikomissbrauch:

„Ich bin rund um die Uhr auf Facebook online. Irgendwie habe ich immer die Angst etwas zu verpassen. Wenn ich offline sein muss, fällt es mir schwer mich zu konzentrieren, ich muss immer daran denken, was ich online machen könnte. Zum Glück gibt`s Smartphones!“

Dein Verhalten erinnert ein bisschen an das Fear of missing out Syndrom! Das ist die Bezeichnung eines Internetverhaltens, bei dem du immer das Gefühl hast, etwas zu verpassen, wenn du nicht online bist. Wenn du keinen Internetzugang hast und deswegen ständig unter Druck stehst, dich nicht konzentrieren kannst und auch gereizt bist, solltest du überlegen, ob du nicht einmal ein Beratungsgespräch in Anspruch nimmst.
https://ambulanz.sfu.ac.at/weitere-angebote/verhaltenssuechte/therapie-und-beratungsstelle-fuer-mediensucht/
https://www.rataufdraht.at/themenubersicht/sucht/auch-internet-kann-suchtig-machen
https://www.wien.gv.at/sozialinfo/content/de/10/SearchResults.do?keyword=Mediensucht

Patronat

Fokus

Finds raus

Raucher: Deine Entscheidung

Finds raus

Weiter rauchen? Weniger rauchen? Aufhören?

Cannabis

Strafe

Cannabis

Wer mit einem Joint erwischt wird, muss mit einer Anzeige und einer Strafe rechnen.

Fokus

Finds raus

Nichtraucher: Deine Entscheidung

Finds raus

Nichtraucher/-in bleiben? Eine Zigarette ausprobieren? Du weisst es nicht?

Sex

Verhütung

Sex

Neben der Pille und Kondomen existieren weitere Verhütungsmittel, die häufig verwendet werden