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Mit Sport rauchfrei werden

Training hilft aber nicht nur, das körperliche Verlangen nach Tabak zu unterdrücken, sondern unterstützt auch die gedankliche Entfernung vom Glimmstängel. Dies belegt eine Studie der Universität Exeter.

Bei diesem Versuch mussten 20 stark Rauchende zunächst 15 Stunden lang abstinent bleiben. Danach wurde diesen eine ganze Reihe von Bildern gezeigt, die teils einen engen Bezug zum Rauchen hatten, teils völlig neutral waren. Die Hälfte der Versuchsteilnehmer sollte dann 15 Minuten auf einem Fahrrad strampeln, während die andere Hälfte einfach tatenlos auf dem Sofa zu sitzen hatte. Am Ende legten die Forscher allen nochmals die Abbildungen vor. Dabei verfolgten sie mit speziellen Messgeräten die Augenbewegungen der Teilnehmenden, während sie die Bilder betrachteten. Dadurch ließ sich feststellen, wie lange sie den Blick auf die Bilder mit Bezug zum Rauchen hefteten und wie rasch diese Bilder die Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Die Auswertung ergab, dass die Fahrradgruppe die Bilder mit Bezug zum Rauchen im zweiten Durchgang viel weniger lang begutachtete als die Sofagruppe. Es dauerte auch länger, bis sie sich diesen Bildern zuwandten. Die Sofagruppe hätte angesichts der Raucherbilder am liebsten sofort wieder zum Glimmstängel gegriffen.

Die Forscher ziehen daraus den Schluss, dass körperliches Training die Anziehungskraft des Rauchens untergräbt. Dies ist eine wichtige Erkenntnis, denn gerade optische Signale wie etwa Plakate, Werbung oder Raucherszenen in Filmen bieten vielfach einen Grund für Rückfälle bei der Entwöhnung. 

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Autor/-in
Karlheinz Pichler
Revisor/-in
Adrian Von Allmen