Rausch und Risiko erklärt

Inhalt

Break

Quelle: pixabay

Der Break ist eine Technik, die du anwenden kannst, bevor du in einer Risikosituation eine Entscheidung triffst. Die Technik besteht aus vier Schritten: innehalten – wahrnehmen – beurteilen – entscheiden.

Du unterbrichst dein Handeln und nimmst dir Zeit und Raum, um eine bewusste Entscheidung zu treffen. Dadurch öffnest du Möglichkeiten, die Situation tiefer wahrzunehmen.

Du holst Informationen ein über das Innen (deine Bereitschaft, deine körperliche und seelische Verfassung), das Außen (deine Umwelt und andere Personen) und über Wechselwirkungen (z.B. innerhalb einer Gruppe). Siehe auch Set & Setting.

Nun versuchst du, mithilfe der Informationen die Situation einzuschätzen und abzuwägen. Je besser du dein Wissen und Fühlen in einer Situation einordnen kannst, desto besser kann diese Balance gelingen.

Du triffst eine Entscheidung und führst sie durch. Basis dafür ist deine Einschätzung aus der Beurteilungsphase.

Kopf + Herz + Bauch – die Ebenen des Break

In den vier Schritten des Break beziehst du folgende Ebenen mit ein:

Zum Beispiel über Lawinenberichte, wie die Droge wirkt, Faustregeln, welche Ausrüstung ist empfohlen?

Wie fühlst du dich mit den anderen und in der Umgebung? Fühlst du dich als Teil der Gruppe? Wirst du von anderen beachtet und sind Menschen dabei, denen du vertraust? Wer und was ist dir jetzt wichtig?

Welche körperlichen Signale nimmst du wahr? Hast du ein flaues Gefühl im Magen, Herzrasen, schlotternde Knie, Schmetterlinge im Bauch? Vielleicht kommen dir auch innere Bilder, die du beachten kannst.

Herz, Bauch, Gehirn

Quelle: Matthias Frank

Die Break-Technik kann dir helfen, die Situation aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beurteilen. Indem du die Überprüfung in unterschiedliche Ebenen zerlegst, fällt es leichter, abzuwägen. Wenn alle drei Ebenen auf "grün" stehen, steht der Erfahrung nichts im Wege. Oder du entscheidest, auf das Erlebnis zu verzichten. Eine dritte Möglichkeit ist, dass du etwas an Set und Setting veränderst und einen neuen Break durchführst.

Beispiele, wo ein Break hilfreich sein kann:

  • Du stehst im Club und bekommst von jemandem einen Drink spendiert.
  • Du stehst mit einer Freundin vorm Einstieg zur Klettertour.
  • Du wanderst und das Wetter schlägt um.
  • Du stehst vor deinem neuen Moped mit dem Schlüssel in der Hand.
  • Du hast beim Fortgehen jemanden kennengelernt. Nun fragt die Person, ob du zu ihr mit nach Hause kommst.
Patronat
Quelle/n
Koller G., Guzei M. (2012). Spring … und lande. Landkarten für die Rausch- und Risikopädagogik. Edition LIFEart. / Einwanger J. (Hrsg.). (2007). Mut zum Risiko. Herausforderungen für die Arbeit mit Jugendlichen. Ernst Reinhardt Verlag. München.
Autor/-in
Michael Guzei
Martin Dworak

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