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Werbung für Lebensmittel

Quelle: stock.adobe.com

Es werden verschiedene Tricks angewandt, um Konsument*innen in Supermärkten unbewusst zu verführen oder zu lenken.

Hier ein paar Beispiele:

  • Große oder farblich markierte Preisschilder vermitteln den Eindruck, dass die Waren billiger sind, was aber oft nicht stimmt
  • Preise, wie € 19,99 lassen den Preis niedrig erscheinen
  • Runde bzw. gerade Preise findet man kaum in Supermärkten. Bei € 4,99 greift man automatisch schneller zu als bei € 5,00.
  • Teure Produkte sind rechts und in Augenhöhe angeordnet
  • Großpackungen geben das Gefühl besonders billig zu kaufen, wer aber nachrechnet, kommt oft drauf, dass dies nicht stimmt
  • Das gleiche gilt für Mogelpackungen, wo viel weniger vom eigentlichen Produkt drinnen ist, als es von außen aussieht
  • „Solange der Vorrat reicht“ erweckt das Gefühl, dass man schnell zugreifen muss, weil die Ware sonst ausverkauft ist. Oft kauft man dann etwas, was man bei näherer Überlegung gar nicht braucht.
  • Ein großer Einkaufswagen bietet viel Platz, auch für Dinge die man eigentlich nicht kaufen wollte. Deshalb bei kleinen Einkäufen einfach zum Korb greifen
  • Ein besonderes Licht, Duft und Musik sorgen für eine Wohlfühlatmosphäre die zum Kaufen motiviert – alles unbewusst!
  • Man wird regelrecht durch den Supermarkt dirigiert, so ist die Obst- und Gemüseabteilung bewusst am Beginn des Supermarktes positioniert, um beim Kunden eine Nähe zum Bauern und damit ein direkter Zugang zum Lebensmittel zu erzeugen
  • Auch Brot und Gebäck sind bewusst am Anfang, um Kunden und Kundinnen durch den Duft Appetit zu machen
  • Wühltische werden mitten am Weg positioniert, weil man dadurch langsamer durch den Markt schlendert und andere Produkte vermehrt wahrnimmt
  • Produkte des alltäglichen Lebens sind meist weit hinten im Markt positioniert, damit die Kund*innen auf ihrem Weg an möglichst vielen Produkten vorbeikommen
  • Meist werden eher Produkte beworben (z. B. Wurst, Süßigkeiten, alkoholische Getränke, Fertigprodukte) die gesundheitlich einen nicht so hohen Stellenwert einnehmen und - gemessen am Inhalt – teurer sind
  • Nicht so stark beworben werden, Gemüse, Obst, Kartoffeln, oder Hülsenfrüchte, oder Vollkorn, Produkte die in der Regel gesundheitlich vorteilhafter und preiswerter sind

Es gibt also unzählige Möglichkeiten Konsument*innen bei ihrer Einkaufsentscheidung zu beeinflussen. Am besten man schreibt sich schon bevor man das Geschäft betritt einen Einkaufszettel und geht nicht hungrig einkaufen.

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