Körper & Schönheit

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Alle Menschen kommen nackt zur Welt

Quelle: Leremy - stock.adobe.com

...und sind auch zumindest mehrmals täglich nackt oder teilweise nackt: die Busfahrerin, die Leute auf der Straße, der Nachbar, die Briefträgerin, die Oma, die Leute im Fernsehen, Erwachsene und Kinder.

Zu sehen sind sie in dieser Form meist aber nur im intimsten und nahesten Beziehungsumfeld (z.B. in der Familie oder vor dem/der PartnerIn) und bei der Körperpflege. Auch ab wann sich jemand „nackt“ fühlt ist unterschiedlich. Manche liegen gerne nackt in der Sonne, andere fühlen sich schon ohne die Lieblingskette splitternackt.

Normen und Regeln

Wie wir mit Nacktheit umgehen und welche Ver- und Gebote es gibt, hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen. Jede/r hat eigene Grenzen und findet nicht das gleiche okay oder angebracht. Beeinflusst werden wir dabei  von unserer Familie, unseren Freunden, der Gesellschaft allgemein, von Gesetzen, unserer Kultur oder Religion.

Es gibt je nach Ort und Zeit gesellschaftliche Normen, die passende und unpassende Situationen und Orte für Nacktheit regeln. Nackt in die Schule zu gehen, in der Straßenbahn zu fahren oder nackt in einem Restaurant zu bestellen wird nicht unbemerkt bleiben. Wohingegen bekleidete Menschen im FKK-Bereich eines Badesees oder in der Sauna auffallen würden. 

Nacktheit und Körper in Medien

Nacktheit in Medien ist oft mit dem Thema Sex und Erotik verbunden. Dabei ist nackt nicht gleich sexuell oder gar pornografisch. Nackte Körper sind zum Beispiel auch in der Kunst ein großes Thema. Malereien, Zeichnungen, Skulpturen oder Fotografien zeigen nackte Körper oder Ausschnitte davon. Der Unterschied zu Pornografie wird oft an der Absicht dahinter oder an der Art der Darstellung festgemacht. Genaueres zum Thema Pornografie findest du *hier*.

Körperideale und -normen wirken jeden Tag über unterschiedliche Medien auf uns ein. Ob im Internet, in Zeitschriften oder im Fernsehen. Viele davon sind unrealistisch und der Vergleich mit ihnen, kann die Unzufriedenheit mit sich selbst verstärken und sogar Essstörungen begünstigen. Photoshop und Werbung gaukeln uns vor, dass jede/r den eigenen Körper mit Sport, Diäten und Schönheits-OP’s so verändern kann, dass man mehr dem Ideal gleicht. Und dann sei man glücklicher, gesünder, erfolgreicher, attraktiver, etc.  Doch jede*r ist einzigartig.

Wir sind alle gleichwertig, aber nicht gleich. Und das ist gut so.