Menstruation, Schwangerschaft

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Menstruation

Sowohl die Dauer der Blutung (etwa zwischen 3 und 7 Tage) als auch die Länge des Zyklus schwanken von Mädchen zu Mädchen.

Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen, wenn einmal mehr, einmal weniger Zeit zwischen den Blutungen vergeht.

Bei jungen Mädchen dauert es nach der ersten Menstruation eine Weile, bis sich ein regelmäßiger Zyklus einstellt. Auch seelische Belastungen, Reisen, Krankheit, Stress und vieles mehr kann den Zyklus beeinflussen.

Wie sich dein Zyklus verhält, kannst du gut beobachten, wenn du einen sog. Menstruationskalender anlegst. Das bedeutet, du schreibst dir auf, wann deine Blutung einsetzt und wie stark sie an den einzelnen Tagen war.

Wie viel Blut ist normal?

Die Menstruation kann manchmal schwächer und manchmal stärker sein. Am ersten Tag, also am Anfang der Menstruation, kommt meist nur wenig Blut. Am zweiten und dritten Tag werden etwa zwei Drittel der gesamten Menge ausgeschieden, das restliche Drittel folgt an den kommenden Tagen.

Die gesamte Flüssigkeitsmenge beträgt durchschnittlich etwa eine halbe Kaffeetasse voll. Für den Körper ist es kein Problem, dieses Blut schnell wieder zu ersetzen.

Nur bei besonders langen und starken Blutungen, oder wenn ein Mädchen aus anderen Gründen bereits geschwächt ist, kann es geschehen, dass der Körper zu wenig rote Blutkörperchen produziert. In diesem Fall sollte eine Ärztin/ein Arzt, am besten eine Gynäkologin/ein Gynäkologe kontaktiert werden.

Sex während der Regel?

Es ist jedem Mädchen selbst überlassen, ob sie während diesen Tagen Sex haben will. Manche Mädchen haben während der Regel mehr Lust auf Sex, andere wiederum möchten ganz für sich bleiben.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen,

Gute Tage - schlechte Tage

Manche Mädchen haben während der Regel besonders viel Energie, andere wiederum fühlen sich schlapp und müde. Einige sagen von sich, dass sie während der Regel besonders verletzlich sind, andere sind eher angriffslustig.

Wie ist es bei dir?

Manchmal gibt es Ähnlichkeiten zwischen Müttern und Töchtern im Erleben ihrer Blutungen.

Finde heraus, was dir gut tut, ob du dich lieber zurückziehst und innerlich auftankst, oder ob du lieber aktiv nach außen gehst.

Menstruationsbeschwerden – sich selbst Gutes tun

Während der Menstruation ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter zusammen und entspannen sich wieder. Unter anderem dadurch löst sich die aufgebaute Schleimhaut ab. Der Muttermund öffnet sich ein wenig, damit das Blut mit der Schleimhaut abfließen kann.

Dieser Vorgang kann dazu führen, dass du ein leichtes Ziehen in der Gegend der Gebärmutter spürst.

Manchmal führt das Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur aber auch zu starken Verspannungen und Verkrampfungen, so dass einige Mädchen und Frauen während der Blutung starke Schmerzen haben.

Vielleicht merkst du auch schon ein paar Tage vor der Regelblutung Veränderungen an deinem Körper, z.B. Spannungen in den Brüsten, Kopf- und Rückenschmerzen, Völlegefühl, Heißhunger oder große Lust auf Süßigkeiten. 

Um dir die Zeit mit der Regel möglichst angenehm zu gestalten, kannst du ausprobieren, was dir zu dieser Zeit besonders gut tut. Erlaubt ist alles, was zur Entspannung beiträgt. Sport und Bewegung kann dabei genauso hilfreich sein wie ein Nachmittag im Bett.

Tipps bei Menstruationsbeschwerden

Hier einige Tipps, was du gegen Beschwerden während der Menstruation unternehmen kannst:

  • Wärme tut gut: Ein warmes Bad, eine Wärmeflasche auf den Bauch oder zwischen die Beine kann zu Entspannung und Schmerzlinderung führen. Ebenso ein warmer Tee z.B. aus Johanniskraut, Brennnessel, Frauenmantel oder Schafgarbe.
  • Massagen und bestimmte Yogaübungen können entspannend wirken.
  • Sport und Bewegung kann Menstruationsbeschwerden lindern.
  • Extrakte aus Mönchspfeffer können bei Krämpfen und auch bei Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Unruhe helfen. Mönchspfeffer und andere pflanzliche Mittel erhältst du in der Apotheke.
  • Vorteilhaft ist eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung und generell ein gesundheitsbewusster Lebensstil. 
  • Wenn gar nichts hilft, gibt es auch auf Unterleibschmerzen spezialisierte Schmerzmittel.

Wenn all dies keine Wirkung zeigt, kann auch der Frauenarzt/die Frauenärztin weiter helfen: www.gesund.co.at/frauenaerzte-oesterreich