Kaufen im Internet

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Vorsicht vor Internetfallen!

Bei dir sollten die Alarmglocken läuten, wenn eine Website oder ein Angebot bestimmte Besonderheiten aufweist. Sie helfen dir, Internetfallen zu erkennen. 

Wie erkennst du zweifelhafte Angebote im Internet?

  • Sie verwenden häufig wiederholt und unpassend die Wörter «gratis», «kostenlos», «for free», obwohl das Angebot keineswegs kostenlos ist.
  • Auf der Website ist kaum erkennbar, dass die betreffende Dienstleistung mit Kosten verbunden ist. Die Preisinformation ist sehr gut versteckt, z.B. am Ende der Website oder klein geschrieben am Ende von unendlich langen allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), welchen der/die Nutzer/in per Mausklick zustimmen muss.
  • Die Firma, die die Website betreibt oder das Angebot liefert, ist unbekannt oder per Postadresse nicht erreichbar.
  • Manche Angebote sind mit einem Wettbewerb, mit interessanten Preisen oder mit Testergebnissen verbunden. Um daran teilnehmen zu können, muss der/die Nutzer/in ihre/seine persönlichen Daten angeben. Und schon hat er/sie sich gegen ihren/seinen Willen für kostenpflichtige Dienstleistungen verpflichtet

Böse Überraschungen vermeiden.

So vermeidest du Stress und Ärger mit Internetfallen:

  • Stimme nicht zu, bevor du genau gelesen hast, worum es geht.
  • Prüfe genau, worauf du dich einlässt, bevor du persönliche Daten von dir preisgibst.
  • Ist der/die Anbieter/in bekannt? Hat er/sie eine gültige Postadresse? Falls nicht, ist größte Zurückhaltung geboten.
  • Hat der/die Anbieter/in eine Adresse in Österreich oder befindet sich diese im Ausland? Beachte, dass auch Anbieter/innen, welche ihre Produkte auf einer Website mit einem ".at" Domainnamen verkaufen, ihren Sitz außerhalb der Europäischen Union („EU“) haben können. Überlege dir gut, ob du ein Produkt bei diesen erwerben willst. Berücksichtige, dass Waren, die mehr als 22 Euro kosten, einfuhrumsatzsteuerpflichtig sind. Ab einem Warenwert von 150 Euro muss zusätzlich Zoll bezahlt werden. Entsprechende Informationen findest du auf der Website des Bundesministerium für Finanzen.
  • Zögere nicht deine Eltern oder andere Vertrauenspersonen um Rat zu bitten, falls du unsicher bist, bevor du etwas kaufst oder deine persönlichen Daten weitergibst.

Unsere Tipps

In welchen Bereichen man sich in Acht nehmen muss, wie Missbräuche ablaufen und wie man sich verhalten sollte, erklärt dir die Watchlist Internet.

Wenn du Fragen rund um das Einkaufen im Internet hast, kannst du dich an den Internet Ombudsmann wenden. Er bietet kostenlose Streitschlichtung und Beratung für Online-Geschäfte an. Sollten bei Vertragsabschlüssen im Internet Probleme aufgetreten sein, die du selbst nicht lösen kannst, unterstützt dich das Expert/innenteam des Internet Ombudsmann.

Saferinternet.at unterstützt Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrende beim sicheren, kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.