Das sagen die Profis

Inhalt

Sich informieren, sich helfen lassen

Realisieren, dass man Hilfe oder Informationen braucht, ist ein sehr wichtiger Schritt. Hilfe kann sehr unterschiedlich aussehen, mögliche Formen werden hier vorgestellt. Teilweise gibt es auch Hürden zu überwinden, Anregungen dazu werden hier aufgezeigt.

Wenn Sie merken, dass Sie alleine nicht mehr weiterkommen, aber auch wenn Sie mehr Informationen zum Thema Onlinekonsum und Onlinesucht brauchen, lohnt es sich, Hilfe und Informationen zu holen.

Hilfe suchen und finden: Das sagen die Eltern!

Im Folgenden werden verschiedene Hilfsangebote vorgestellt.

Ratgeber

Ratgeber gibt es in Buchform wie auch als Webseiten.

Neben feel-ok.at findet man auch unter saferinternet.at viele Informationen, welche Ihnen weiterhelfen können. Dort kann man u.a. die Broschüre «Medien in der Familie» herunterladen oder bestellen, in welcher Themen rund um Medienkompetenz behandelt werden.

In Buchhandlungen findet man auch einige Ratgeber zur Medienerziehung im Allgemeinen oder Onlinesucht im Speziellen. Ein Beispiel ist: «Onlinesucht – ein Ratgeber für Eltern, Betroffene und ihr Umfeld» von Isabel Willemse.

Telefonische Beratungen und Onlineberatung

Für kurze Beratungen kann man die Telefonberatung in Anspruch nehmen. Dort schildert man einer Fachperson das Problem, und erhält Ratschläge, wie man damit umgehen kann.

Hier finden Sie einige Beratungsstellen. Viele Suchtberatungsstellen ermöglichen eine telefonische Beratung und/oder per E-Mail.

Beratung oder Therapie (face-to-face)

Hier gibt es viele Angebote. Sie können von einer Sitzung bis zu mehreren Monaten dauern – das kommt auf die Beratungsstelle, aber auch auf die Schwere der Problematik an.

Da die Jugendlichen selbst das Problem oft nicht bei sich sehen, kommt es immer wieder vor, dass sie eine Beratung verweigern. Hier kann es helfen, wenn man als Elternteil das Problem auf sich bezieht und zum Beispiel sagt: «Ich leide unter der aktuellen Situation und möchte mir Hilfe holen. Wärst du bereit, mir dabei zu helfen?».

Oft haben Jugendliche Befürchtungen, wie z.B. die Angst, dass der Berater Ihnen verbieten wird, das Handy oder den Computer zu nutzen. Wenn Jugendliche von den Eltern vorab nach solchen Befürchtungen gefragt werden, kann man das mit der beratenden Person abklären und allenfalls Entwarnung oder zumindest eine gute Antwort auf diese Frage geben.

Vom Ablauf her ist es meist so, dass jemand aus der Familie erst mal erzählt, aus welchen Gründen die Beratung stattfindet, und dass die Beratenden darauf noch bei einigen Punkten genauer nachfragen. Wie es danach weitergeht, ist sehr unterschiedlich: Details dazu können Sie bei einer Terminvereinbarung erfragen.

Wichtig ist auch, zu klären, wieviel eine Beratung kostet (einige Angebote sind kostenlos).

Viele Anbieter können Ihnen helfen, darunter viele regionale Stellen wie Familien- oder Beratungsstellen, Suchtberatungsstellen und Jugendberatungsstellen. Manche davon findet man auf Beratung & Hilfe, andere findet man mit Suchmaschinen wie z.B. Google.

Schauen Sie gut auf sich selbst

Eine Onlinesucht ist für Eltern sehr belastend und kann auch starke Menschen zur Verzweiflung bringen. Wenn die Eltern erschöpft sind, ist das auch für das Kind nicht gut. Sie können am besten für Ihr Kind da sein, wenn es Ihnen selbst gut geht.

» Was hilft Eltern selbst? Das sagen die Eltern!

Denken Sie an die Sicherheitshinweise im Flugzeug: In einer Notsituation sollen sich Erwachsene erst selbst die Sauerstoffmaske anlegen, bevor sie dem Kind helfen. Das heißt für Sie, sich ab und zu eine Auszeit zu gönnen, z.B. an einem Abend mit Freunden, oder sich an einem Wochenende mit dem Partner oder der Partnerin etwas Schönes zu leisten, um so Energie und Motivation aufzutanken.

Aber auch Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn es zu viel wird, ist empfehlenswert. Vielleicht nicht nur eine Beratung für das Kind, sondern auch einige Termine für sich selbst bei einer Beratungsstelle zu vereinbaren, wo es um Ihr Befinden geht und Sie Raum für sich beanspruchen können.

Weiter mit «Risiko einer Onlinesucht reduzieren»

Patronat
Quelle/n
Autor/-in
Isabel Willemse
Revisor/-in
Eva Kouba

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