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Schuld ist das Nikotin

Tabak enthält Nikotin. Diese Substanz ist der Hauptgrund, weshalb Zigaretten süchtig machen. Zuerst wirkt es anregend und entspannend. Irgendwann wird aber nur noch geraucht, um Entzugserscheinungen zu vermeiden.

Nikotin wirkt anregend und entspannend zugleich. Wegen diesen beiden Eigenschaften fangen viele Jugendliche mit Rauchen an. Weil sich der Körper ans Nikotin gewöhnt, braucht es mit der Zeit immer mehr davon, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Und weil der Körper Nikotin braucht, wird immer häufiger nur noch geraucht, um drohende Entzugserscheinungen zu vermeiden.

Nikotin ist also der Hauptgrund, weshalb Zigaretten süchtig machen (man spricht auch von Nikotinflow).
Nikotin löst im Hirn blitzschnell einige, von Rauchern/innen als angenehm empfundene Reaktionen aus. Dabei wird von einem sog. „Nikotinflow“ gesprochen, ein plötzliches Durchströmen von Körper und Geist durch ein spezielles Gefühl.

Nikotin wirkt gleichzeitig anregend und entspannend. Raucher/innen laufen Gefahr, dass sie in vielen Situationen (z.B. bei Schulstress, Langeweile, Liebeskummer) verlernen, sich mit anderen, gesunden Mitteln in Schwung zu bringen oder zu entspannen.

Ein Nikotinflow dauert nur wenige Minuten. Da ist die Versuchung groß, mehrere Zigaretten hintereinander zu rauchen. Je mehr geraucht wird, desto mehr gewöhnt sich der Körper an die Wirkung des Nikotins und es muss immer mehr geraucht werden, um dieselbe Wirkung zu erzielen. Der Raucher/die Raucherin wird schnell abhängig, physisch wie psychisch.

Wenn einmal nicht geraucht werden kann oder keine Zigaretten da sind, taucht ein extrem starkes Verlangen auf. Dann wird nicht mehr wegen der entspannenden oder munter machenden Wirkung geraucht, sondern nur noch, um Entzugserscheinungen zu mildern.

Etwa eine 60 Milligramm-Dosis Nikotin ist für einen Erwachsenen tödlich, wenn die Substanz vollständig aufgenommen würde. Das entspricht dem Konsum von etwa 60 Zigaretten.  Nikotin wird im Körper recht schnell abgebaut, sodass es selten zu tödlichen Vergiftungen kommt. Bei Kleinkindern jedoch reichen eine bis zwei verschluckte Zigaretten. Meistens reagiert der Körper jedoch mit Übelkeit und mit Erbrechen auf das Gift.

In 7 Sekunden gelangt das Nikotin von der Lunge ins Gehirn. Die am Anfang als angenehm empfundene Wirkung dauert nur wenige Minuten. Schon kurze Zeit nach dem Rauchen fällt der Nikotinspiegel im Blut stark ab. Die Folge davon: Der Körper giert nach der nächsten Zigarette. Der Teufelkreis hat begonnen…

Nikotin ist ein starkes Nervengift, das bereits in geringen Mengen tödlich sein kann, wenn es gegessen würde. Eine bis zwei verschluckte Zigaretten können für ein Kleinkind tödlich sein.

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Quelle/n
Autor/-in
Tina Hofmann
Revisor/-in
Susanne Lanker