Sich Sorgen machen

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Erhöhtes Risiko

Wenn du dir Sorgen um jemanden machst, ist es wichtig, dass du dein Gefühl ernst nimmst und nicht wegschaust.
Hier erfährst du, welche Anzeichen darauf hinweisen können, ob jemand suizidgefährdet ist.

Hinweise auf bestehende Suizidgefahr:

  • Mangelndes Interesse an gemeinschaftlichen Aktivitäten: Dein Freund oder deine Freundin zieht sich immer mehr zurück, und will lieber alleine sein, als mit anderen etwas zu unternehmen. Auch bisherige Hobbys und Interessen werden vielleicht aufgegeben.
  • Schwierigkeiten in Schule oder Beruf: Durch die Probleme, die deinem Freund oder deiner Freundin durch den Kopf gehen, fällt es ihm oder ihr oft schwer, sich zu konzentrieren und die geforderte Leistung zu bringen.
  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen: Dein Freund oder deine Freundin ist in letzter Zeit häufig gereizt und seine bzw. ihre Stimmung schwankt innerhalb von kurzer Zeit zwischen glücklich und traurig hin und her.
  • Veränderungen im Ess- und Schlafverhalten: Auch Veränderungen im Schlaf- und Essverhalten können darauf hinweisen, dass dein Freund oder deine Freundin Probleme hat. Dies äußert sich zum Beispiel darin, dass er bzw. sie zu viel oder zu wenig isst, schlecht schlafen kann oder auch viel mehr Schlaf braucht als sonst.
  • Veränderung der persönlichen äußeren Erscheinung: Dein Freund oder deine Freundin kann sich auch äußerlich verändern. Beispielsweise in einer gebückten Körperhaltung, oder einer traurigen Mimik und Gestik. Es kann auch sein, dass die eigene Körperpflege vernachlässigt wird und Kleider länger nicht mehr gewechselt werden.
  • Höherer Konsum von Alkohol und/oder Drogen: Bei Problemen neigen manche Menschen dazu, verstärkt Alkohol oder Drogen zu konsumieren. Sie versuchen so ihre Probleme für kurze Zeit zu vergessen, was aber auf lange Sicht keine Hilfe ist.
  • Weinen und Traurigkeit: Dein Freund oder deine Freundin ist sehr oft oder schon länger traurig, sieht nur mehr die negativen Seiten und kann sich über nichts mehr freuen.
  • Intensive Auseinandersetzung mit dem Tod: Wenn eine Person an Suizid denkt, setzt sie sich auch häufig intensiver mit den Themen Sterben, Tod und Suizid auseinander. Das kann in Form von Musik, Bildern, Gedichten oder bestimmten Seiten im Internet sein. Auch das Philosophieren über Suizid und den Sinn des Lebens spielen hier eine Rolle.
  • Mündliche oder schriftliche Aussagen: Es können ganz konkrete Formulierungen sein wie „Ich bringe mich um" oder ähnliches. Es gibt aber auch nicht so deutliche Aussagen wie: „Das macht alles keinen Sinn mehr", „Ich bin ja eh allen egal", „Ich hasse mich/mein Leben", „Es wird bald alles vorbei sein" oder „Ich kann nicht mehr" usw.
  • Verschenken von geliebten Dingen: Wenn sich Personen für den Suizid entschieden haben, versuchen sie oft noch das Leben nach ihnen zu regeln. Sie kümmern sich beispielsweise darum, dass wichtige persönliche Dinge einen neuen Besitzer finden.
Patronat
Autor/-in
Xenia Hobacher
Alexandra Hoisel